
Herzmedizin der Zukunft: Universitätsmedizin Essen bündelt Herzchirurgie am Campus
Herzchirurgie Essen-Huttrop wechselt zum 1. Juli 2027 an den Campus des Universitätsklinikums – Neue Perspektiven für Medizin, Forschung und Innovation in Essen
Die Universitätsmedizin Essen (UME) entwickelt ihren Schwerpunkt Herz- und Gefäßmedizin konsequent weiter: Zum 1. Juli 2027 wird die Herzchirurgie vollständig am Campus des Universitätsklinikums im Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum gebündelt. Damit entsteht ein gemeinsamer Standort, an dem die Klinik für Thorax- und Kardiovaskuläre Chirurgie künftig noch enger mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie zusammenarbeitet.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Zusammenführung vor allem kurze Wege, eine eng abgestimmte interdisziplinäre Versorgung und das gesamte Spektrum der modernen Herzmedizin aus einer Hand. Von der Prävention und Diagnostik über interventionelle und operative Verfahren bis hin zur Herztransplantation können die verschiedenen medizinischen Disziplinen künftig noch unmittelbarer zusammenwirken.
Mit der Integration der Herzchirurgie Huttrop in die Infrastruktur des Campus schafft die Universitätsmedizin Essen zugleich die Voraussetzungen für eine neue Entwicklungsphase des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums. Hochspezialisierte Behandlungsprogramme können gezielt ausgebaut, innovative Therapiekonzepte schneller in die Versorgung überführt und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungspartnern sowie der Industrie weiter intensiviert werden. Die Arbeitsplätze der betroffenen Beschäftigten bleiben dabei erhalten.
Mehr Nähe schafft neue Möglichkeiten
Die räumliche Bündelung bietet nicht nur medizinische Vorteile. Auch Forschung, Innovation sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung profitieren von einer gemeinsamen Struktur und der noch engeren Zusammenarbeit der beteiligten Teams. Ein systematisches, barrierefreies Screening aller innerhalb der Universitätsmedizin Essen behandelten herzchirurgischen Patientinnen und Patienten eröffnet darüber hinaus neue Möglichkeiten für die klinische Forschung. Die umfassende Verknüpfung von Versorgung und wissenschaftlicher Auswertung stärkt das wissenschaftliche Profil der UME und schafft eine wichtige Grundlage, um neue Erkenntnisse noch schneller für Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen.
„Die Herz- und Gefäßmedizin ist ein herausragender Schwerpunkt der Universitätsmedizin Essen. Die Klinik für Kardiologie und Angiologie unter Leitung von Prof. Tienush Rassaf sowie die Klinik für Thorax- und Kardiovaskuläre Chirurgie unter Leitung von Prof. Payam Akhyari sind nicht nur im internationalen Maßstab führende Kliniken, sondern zeichnen sich ebenso durch eine enge interne Zusammenarbeit aus“, sagt die Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Essen, Prof. Angelika Eggert.
„Von der Prävention bis hin zur Herztransplantation bieten wir unseren Patientinnen und Patienten bereits heute das gesamte Spektrum der Herzmedizin in einer engen Verzahnung und unter einem Dach. Mit der Integration der Herzchirurgie Huttrop gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt. Wir verbinden zusätzliche Expertise mit unseren bestehenden Strukturen und schaffen damit neue Möglichkeiten für eine moderne, hochspezialisierte und innovative Herzmedizin. Das ist ein wichtiger Impuls für die Universitätsmedizin Essen – und zugleich eine große Chance für den Medizinstandort Essen“, so Prof. Eggert weiter.
Ein Zukunftsprojekt für den Medizinstandort Essen
Mit der Bündelung der Herzchirurgie stärkt die Universitätsmedizin Essen ihre Position als überregionaler und international ausgerichteter Leuchtturm für Herz- und Gefäßmedizin. Die räumliche Konzentration schafft die Voraussetzungen, medizinische Expertise noch stärker zu vernetzen, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und die Verbindung von Spitzenmedizin, Forschung und Innovation weiter auszubauen.
Damit verbindet die UME die Weiterentwicklung ihrer Strukturen mit einer klaren Perspektive: Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum soll zu einem noch leistungsfähigeren Zentrum für die Herzmedizin der Zukunft werden – zum Nutzen der Patientinnen und Patienten, der Beschäftigten, der Wissenschaft und des gesamten Medizinstandorts Essen.
Bereits jetzt vormerken: Am 23. November 2026 um 17.00 Uhr lädt die Universitätsmedizin Essen zu einer Informationsveranstaltung mit anschließendem Bürgerdialog auf dem Campus des Universitätsklinikums ein. Unter dem Titel „Von der Prävention bis zur Transplantation – Perspektiven der Herzmedizin von morgen“ geht es um die Entwicklung der Herzmedizin und die Perspektiven des Standorts Essen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Eine separate Einladung mit weiteren Informationen folgt.
Pressekontakt
Universitätsmedizin Essen
Achim Struchholz
Leiter Konzernkommunikation
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Über die Essener Universitätsmedizin
Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 13 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Mit rund 1.700 Betten und über 11.000 hochqualifizierten Mitarbeitenden ist die Essener Universitätsmedizin das führende Gesundheitskompetenzzentrum des Ruhrgebiets und weit darüber hinaus.
Exzellenz in Spitzenmedizin und Forschung
Fünf international renommierte Zentren prägen das medizinische und wissenschaftliche Profil der Universitätsmedizin Essen:
- Das Westdeutsche Tumorzentrum – eines der größten und leistungsfähigsten Tumorzentren Deutschlands
- Das Westdeutsche Zentrum für Organtransplantation – ein international führendes Transplantationszentrum, in dem unsere Spezialisten alle lebenswichtigen Organe transplantieren: Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz, Lunge und Knochenmark
- Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum – ein überregionales Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung
- Das Zentrum für Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften mit führenden Aktivitäten in der Schmerztherapie und bei neurodegenerativen Erkrankungen
- Das Westdeutsche Zentrum für Infektiologie und Immunologie – ein essentieller Querschnittbereich, der alle Organzentren unterstützt
Diese fünf Exzellenzzentren sowie der übergreifende Fokus auf Künstliche Intelligenz in der
Medizin verleihen der Essener Universitätsmedizin eine Strahlkraft, die weit über die Region Ruhrgebiet hinausreicht und Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland anzieht. Die herausragende klinische Leistungsfähigkeit gründet auf einer forschungsstarken Basis der Medizinischen Fakultät mit zahlreichen Forschungsverbünden, in denen modernste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Patientenversorgung überführt werden.

Positionspapier Ärztliche Direktionen
