
Online-Therapiehandbuch zur CIDP veröffentlicht: Praxisnahe Orientierung für Diagnostik und Therapie
Die Chronisch Entzündliche Demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP) ist eine seltene, aber behandelbare Erkrankung des peripheren Nervensystems. Um die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern, wurde jetzt das CIDP-Therapiehandbuch veröffentlicht. Das frei zugängliche Online-Werk bündelt den aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und klinischer Erfahrung und bietet eine praxisnahe Orientierung für Ärztinnen und Ärzte.
Das Handbuch entstand in Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen von Prof. Mark Stettner an der Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Essen gemeinsam mit anderen spezialisierten neurologischen Zentren und Universitätskliniken durch das Kompetenznetz Peripherer Nerv (KKPNS). Ziel ist es, Diagnostik und Therapie der CIDP zu strukturieren, evidenzbasiert darzustellen und aktuelle Entwicklungen in der Neuroimmunologie einzuordnen.
Inhaltlich behandelt das CIDP-Handbuch unter anderem grundlegende therapeutische Prinzipien und Therapiesequenzen. Gerade die Zulassung neuer therapeutischer Ansätze verleiht dem Therapiehandbuch eine hohe Praxisrelevanz. Zudem werden etablierte Verfahren wie intravenöse Immunglobuline, Kortikosteroide und Plasmapherese behandelt sowie Fragestellungen zur Therapiedauer, Wirksamkeitskontrolle und zum Langzeitmanagement diskutiert.
„Mit dem CIDP-Handbuch stellen wir ein strukturiertes, frei verfügbares Werk bereit, das den Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis unterstützt“, betonen die beteiligten Autorinnen und Autoren. „Gerade bei seltenen immunvermittelten Neuropathien ist eine standardisierte, qualitätsgesicherte Versorgung von zentraler Bedeutung.“
Das Handbuch richtet sich an Neurologinnen und Neurologen sowie an Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung, kann aber auch für andere medizinische Fachrichtungen eine wertvolle Orientierung bieten.
Das KKPNS ist ein Zusammenschluss spezialisierter Zentren, die sich der Erforschung, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems widmen. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Wissenstransfer trägt das Netzwerk zur Verbesserung der Patientenversorgung bei.
Pressekontakt
Universitätsmedizin Essen
Achim Struchholz
Leiter Konzernkommunikation
Tel.: 0201/723-2885
Mobil: 0171/167 38 77
achim.struchholz@uk-essen.de
www.uk-essen.de
Über die Essener Universitätsmedizin Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten und rund 11.000 Mitarbeitenden das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.
