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30.05.2012
20. Europäische Konferenz der Thoraxchirurgen tagt in Essen

(Essen, 30. Mai 2012) Vom 10. Bis zum 13. Juni findet in Essen der 20. Europäische Kongress für Thoraxchirurgen statt. Rund 1000 Experten aus ganz Europa treffen sind in Essen, um neue Verfahren zur Diagnose und Therapie von thorakalen Erkrankungen zu diskutieren. Ausrichter des Kongresses ist die ESTS (European Society of Thoracic Surgeons) zusammen mit der Ruhrlandklinik Essen.


Zentrale Themen der 20. Europäischen Konferenz der Thoraxchirurgen sind neue Verfahren zur Diagnose und Therapie von thorakalen Erkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf den minimal-invasiven, schonenden Operationen zur Behandlung von Lungenkrebs, Mediastinaltumoren sowie Erkrankungen der Speiseröhre. Weiterhin stehen das sogenannte Tissue-Engineering sowie Stammzell-Therapien, robotische Chirurgie und Perspektiven bei der Lungentransplantation auf der Agenda. Insgesamt wurde 281 Abstracts angenommen, wobei 19 der Vorträge aus Deutschland stammten. Weiterbildungsveranstaltungen zu den Themen der allgemeinen Thoraxchirurgie runden das Programm ab. Veranstalter der 20. Europäischen Konferenz der Thoraxchirurgen ist die renommierte Ruhrlandklinik, ein Tochterunternehmen des Essener Universitätsklinikums. „Dies verstehen wir als eine Würdigung der Abteilung Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie der Ruhrlandklinik und von Prof. Dr. Georgios Stamatis als langjährigem Chefarzt der Abteilung“, erklärt Barbara Schulte, Kaufmännische Direktorin am Universitätsklinikum Essen, die die Konferenz mit einem Grußwort eröffnen wird.


Mit über 2.200 Eingriffen pro Jahr ist die Abteilung Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie eine der größten und bedeutendsten in Deutschland. Zu den Fällen mit stationärer Behandlung kommen noch weitere 2.000 ambulante Patientenvorstellungen hinzu. 1.200 Operationen am offenen Brustkorb und gut 1.000 minimal-invasive endoskopische Eingriffe führen Prof. Stamatis und sein Team jedes Jahr durch. „Mit unseren Behandlungsmöglichkeiten decken wir das gesamte Spektrum der thorakalen Erkrankungen ab, das von der Operation von Tumoren jeglicher Art über Lungenemphysem bis hin zur Beseitigung von Missbildungen reicht“, erläutert Prof. Dr. Georgios Stamatis. An der Ruhrlandklinik werden rund 18.000 Patienten im Jahr versorgt, das Einzugsgebiet geht weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus.