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04.09.2014
Universitätsklinikum Essen als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet

• Audit „Familienfreundliches Unternehmen“ in Zusammenarbeit mit dem Essener Bündnis für Familie

• Essener OB Reinhard Paß überreichte Zertifikat
• Langjährige Bemühungen, Familie und Beruf auch im Klinikumfeld in Einklang zu bringen

Essen, 04.09.2014 – Ein begehrtes Zertifikat erhielten Dr. Nicolai Kranz, kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Essen (UK Essen), und die Projektleiterinnen Angelika Pietsch, Gleichstellungsbeauftragte des UK Essen, sowie Dr. Barbara Waje, Mitarbeiterin der Stabsstelle Med. Planung und strategische Unternehmensentwicklung am 4. September aus der Hand von Essens Oberbürgermeister (OB) Reinhard Paß: Er zeichnete das UK Essen als familienfreundliches Unternehmen aus. Damit würdigte der Oberbürgermeister die besonderen Anstrengungen, die das UK Essen als Mitglied des „Essener Bündnis für Familie“ erbringt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Klinikalltag zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Betriebskindertagesstätte, die Kinderferienbetreuung, der Väterbeauftragte sowie verschiedene Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung. Auch das MitarbeiterServiceBüro, das bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger hilft, sowie die Bildungsakademie, an der Beschäftigte Kurse und Seminare zur Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit und zur Gesundheitsförderung belegen können, bieten Unterstützung für die Beschäftigten.  Vor der Auszeichnung hatte das UK Essen ein anspruchsvolles Zertifizierungsverfahren, das „Essener Audit“,  durchlaufen, das vom „Essener Bündnis für Familie“ entwickelt wurde.

 

„Familienfreundlichkeit ist ein echter Wettbewerbs- und Standortfaktor. Das ist uns als einem der größten Arbeitgeber Essens schon früh bewusst geworden – nicht zuletzt deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Angebot für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuweiten und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Klinikumfeld zu unterstützen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Väterbeauftragte, denn immer mehr Väter nehmen Elternzeit. Diesen Wandel mussten wir berücksichtigen und ein entsprechendes Angebot schaffen. Die Zertifizierung durch das ‚Essener Bündnis für Familie‘ bestätigt uns in unseren Anstrengungen. Daher freuen wir uns sehr über diese Auszeichnung“, so Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor des UK Essen anlässlich der Verleihung des Zertifikats.

 

Insgesamt erhielten erst zwölf Firmen, darunter die Sparkasse Essen und die EVAG,  das landes- und bundesweit anerkannte Zertifikat „Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen“. Das UK Essen gehört nun zu diesem  Kreis der freiwillig geprüften Unternehmen dazu. Vorausgegangen waren u. a. Gespräche mit einer berufserfahrenen Auditorin des Essener Bündnisses und dem Vorstand des UK Essen, um die strategischen Ziele zu definieren. Es folgten Workshops mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Verbesserungspotentiale aufzeigen sollten. Im nächsten Schritt wurden Maßnahmen erarbeitetet, die nun mit Hilfe von Zielvereinbarungen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel eine offene, flexible Kinderbetreuung, oder das Informationsportal „Beruf und Familie“, in dem alle Informationen und Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gebündelt werden.

 

„Unser Ziel ist es, das familienfreundliche Angebot stetig weiterzuentwickeln. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können wir uns mit solchen Angeboten deutlich von anderen Häusern absetzen. Das hilft uns dabei, Beschäftigte für das UK zu gewinnen und langfristig zu binden. Das nun erhaltene Zertifikat kann hierbei ein wichtiger Wegweiser für potentielle Bewerberinnen und Bewerber sein“, erläutert Dr. Nicolai Kranz die Hintergründe für das Engagement des UK Essen. Und Angelika Pietsch ergänzt: „Eine familienbewusste Arbeitsorganisation ist ein Motivationsfaktor – und senkt zum Beispiel die Fehlzeiten. Eine echte Win-Win-Situation für Beschäftigte sowie für das UK Essen als Unternehmen, deshalb planen wir, unser Angebot weiter auszubauen. Die Zertifizierung ist somit Auszeichnung und Ansporn zugleich“, so die Gleichstellungsbeauftragte abschließend.

 

Hintergrundinformation: Die „Lokalen Bündnisse für Familie“

2004 rief das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend die bundesweite Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ ins Leben. Sie wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert und ist Teil der von der Bundesregierung und führenden Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften initiierten „Allianz für Familie".

 

Lokale Bündnisse für Familie sind Netzwerke von Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die auf freiwilliger Basis gegründet werden. Das Essener Bündnis besteht seit 2011. Ziel der Lokalen Bündnisse ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern. Kernthemen sind Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verlässliche Kinderbetreuung, unterstützende familienfreundliche Infrastruktur und zunehmend auch die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege. Unter den Akteuren sind Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, von Arbeitsagenturen, Verbänden, Stiftungen, Hochschulen, Krankenhäusern, Kirchen sowie den freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.

 

Bundesweit gibt es mittlerweile über 640 Lokale Bündnisse für Familie. Mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, engagieren sich in rund 5.200 Projekten. In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 56 Millionen Menschen, die von den Effekten der Lokalen Bündnisse profitieren können.

 

Mehr Informationen zur bundesweiten Initiative und dem Essener Bündnis erhalten Sie unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de, www.bmfsfj.de und http://essener-buendnis-fuer-familie.de.

 

Pressekontakt:

Kristina Gronwald

Stellvertretende Pressesprecherin

Stabsstelle Marketing und Kommunikation

Tel.: 0201/723-3683

 

Nähere Informationen:

Angelika Pietsch

Gleichstellungsbeauftragte

Tel.: 0201/723-4177