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01.03.2007
Schutz für Labortiere

Tierversuche helfen Forschern, die Ursachen von Erkrankungen besser zu verstehen. Sie zeigen Medizinern, wie Therapien verbessert werden können und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen hervorrufen. Was einerseits gut für den Menschen ist, kann gleichzeitig eine Belastung für Versuchstiere sein. Diese muss möglichst gering gehalten werden, dazu verpflichten allein schon ethische Gründe. Um Tierschutzfragen geht es daher auch auf dem diesjährigen Informationstreffen der Tierschutzbeauftragten aus ganz Nordrhein-Westfalen. Hierzu hat der Leiter des Zentralen Tierlaboratorium des UK Essen PD Dr. Gero Hilken am 7. März von 9:30 bis 17 Uhr in die Institutsgruppe I eingeladen.

?Unser Informationsaustausch soll direkt Eingang in die Versuchstierhaltungen finden und den schonenden Umgang mit Labortieren unmittelbar verbessern, der ja schon jetzt auf einem sehr hohen Standard ist?, erklärt PD Dr. Hilken. Tierschützer, Forscher und Behördenvertreter diskutieren während ihres Treffens u.a. über die schonende Gewinnung von Gewebeproben zur Typisierung gentechnisch veränderter Mäuse. Auch hören sie einen Vortrag zum Einsatz schmerzfreier bildgebender Verfahren in der tierexperimentellen Forschung. Sie gehen zudem der Frage nach, wie gut Labortiere tatsächlich hören können. In weiteren Vorträgen werden aktuell geänderte EU-Bestimmungen vorgestellt, die die Haltung von Labortieren regeln. Darüber hinaus diskutieren die Teilnehmer, inwieweit angereicherte Umweltbedingungen - wie Klettermöglichkeiten oder Nestmaterial - die Haltung von Labortieren tatsächlich verbessern oder ob diese möglicherweise zu einer Erhöhung der Tierzahlen führen könnten.
Die Organisation der Veranstaltung haben der Leiter des Zentralen Tierlaboratorium des Universitätsklinikum Essen und die Tierschutzbeauftragte Christine Krüger in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übernommen.


Nähere Informationen: PD Dr. Gero Hilken, Leiter des Zentralen Tierlaboratoriums, Universitätsklinikum Essen, Tel.: 02 01 / 7 23 - 46 55, gero.hilken@uni-due.de.