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Lungenpathologie

Lungenerkrankungen erlangen in Deutschland und der Welt eine zunehmende Bedeutung. Krankheiten wie Asthma, Lungenkrebs und Lungenentzündung zählen zu den großen Volkskrankheiten. Die Mehrzahl der Patienten einer Intensivstation wird wegen Komplikationen der Lunge aufgenommen, nahezu die Hälfte verstirbt an einer Lungenentzündung, der Schocklunge oder dem Atemversagen. Das Zigarettenrauchen ist die häufigste Ursache der Entstehung tödlich verlaufender Lungenkrankheiten.

Der Lungenkrebs ist hierzulande bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste Todesursache. Die Diagnostik derartiger Tumoren erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pneumologen, Radiologen, Thoraxchirurgen, Onkologen und Pathologen. Die mikroskopische Sicherung eines Tumors durch den Pathologen ist weiterhin unverzichtbar. Ein kleiner Teil von Geschwülsten kann erst im Verlaufe einer Operation gesichert werden, daher wurde zur Optimierung der Versorgung in der Ruhrlandklinik in Essen-Heidhausen eine Schnellschnitteinheit aufgebaut. In Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Tumorzentrum werden neue Therapiekonzepte zur Behandlung des Lungenkrebses entwickelt.

Eine Reihe von Lungenkrankheiten ist durch ungünstige Einflüsse am Arbeitsplatz bedingt, sie werden daher als Berufskrankheiten bezeichnet. Eine dieser Erkrankungen ist die Staublunge der Bergleute, die als Silikose bezeichnet wird. Eine besonders schädigende Substanz ist der inzwischen mit einem Verwendungsverbot belegte Asbest. Dieses Material wurde wegen seiner guten Isoliereigenschaften früher vielfältig als Baustoff eingesetzt. Eine Einwirkung von Asbest kann in späteren Jahren zu einem Lungenkrebs oder einem bösartigen Tumor des Rippen- oder Brustfells (auch Pleuramesotheliom genannt) führen. Zur Feststellung einer stattgehabten Asbestexposition kann der Pathologe das Gewebe verschiedenen Untersuchungen zugeführen.

Eine andere häufige Krankheit ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die in fortgeschrittenen Stadien zu einer Lungenblähung, dem Emphysem führt. Hierbei ist eine konsequente Behandlung der Frühstadien besonders wichtig. Zu Beginn der Erkrankung steht eine chronische Entzündung der Atemwege mit Auswurf im Vordergrund, diese wird als Bronchitis bezeichnet.

Besonders wichtig ist die richtige frühzeitige Diagnose auch bei den Lungengerüsterkankungen, die auch interstitielle Lungenentzündungen genannt werden. In diesen Fällen kann die Gewinnung einer offenen Lungenbiopsie erforderlich sein.

In ganz fortgeschrittenen Fällen, die mit einer hochgradigen Luftnot einhergehen, ist bei geeigneten Patienten eine Lungentransplantation zu erwägen. Zur Diagnostik einer Abstoßungsreaktion werden ebenfalls kleine Lungenproben gewonnen und dem Pathologen zur Beurteilung vorgelegt.



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