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Wirbelgleiten (Spondylolisthese)


Dem Wirbelgleiten können degenerative oder angeborene Ursachen zugrunde liegen. Im höheren Lebensalter spielen eher degenerative Spondylolisthesen eine Rolle. Durch Elastizitätsverlust der Bänder kommt es zur Instabilität der Bandscheiben und Zwischenwirbelgelenke. In Folge dessen kommt es zu knöchernen Um- und Anbauten, um dieser Instabilität entgegen zu wirken. Daraus kann jedoch eine zusätzliche Einengung des Spinalkanals resultieren. Die Überbeweglichkeit der Wirbel geht mit Rückenschmerzen und bei Kompression des Spinalkanals auch mit einer Schmerzausstrahlung in die Beine einher. Die Beschwerden sind meist positions- und belastungsabhängig.  In einer konventionellen Röntgenaufnahme, welche in Funktion (nach vorne und hinten gebeugt) durchgeführt wird, kann die Instabilität nachgewiesen werden. In einer häufig durchgeführten Kernspintomographie kommt das Ausmaß der Spinalkanalstenose zur Darstellung. Bei entsprechenden therapieresistenten Schmerzen sollte dem Patienten die operative Therapie angeboten und auch empfohlen werden.  Im Bereich der Lendenwirbelsäule erfolgt die Versteifung von dorsal (von hinten). Hierzu wird ein Stab-Schrauben-System benutzt. In den Zwischenwirbelraum wird nach Entfernung der Bandscheibe ein Platzhalter aus Titan oder Kunststoff eingebracht (PLIF-Technik; posterior-lateral-interbody-fusion ).

Abb.1: Darstellung einer PLIF- Anlage mit hinterer Stabilisierung

Abb.2: Enge bei einer Listhese des 3. gegen den 4. Lendenwirbelkörper

Abb.3: Röntgenkontrolle nach erfolgter operativer Therapie