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In Essen, wie in vielen anderen Ruhrgebietsstädten, wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem der Ausbau autogerechter Infrastruktur vorangetrieben. Aktive Mobilitätsformen wie Rad- und Fußverkehr blieben dabei auf der Strecke. Im Rahmen des Förderprogramms „MobilitätsWerkStadt 2025“ des BMBF möchte die Stadt Essen ihre öffentlichen Räume und Verkehrswege transformieren und nachhaltig auf Aufenthaltsqualität und Mobilität für Alle auslegen. Besonders der Fußverkehr, der noch immer viel zu selten Beachtung als eigenständige Form der Mobilität erfährt, wird dabei in den Fokus gerückt. In einer ersten Projektphase identifizierte die Stadt Essen gemeinsam mit Akteuren aus dem Bereich Fußverkehr unterschiedliche Problemfelder und erarbeitet Strategien und Maßnahmen für konkrete Schwachstellen im Stadtgebiet (siehe imobis-Projekt „MobilitätWerkStadt Essen 25“).

Die zweite Phase steht ganz im Zeichen der Umsetzung: Die Grüne Hauptstadt Agentur (GHA, Stadt Essen), das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) und das Institut für Urban Public Health (In UPH) werden in den nächsten drei Jahren Reallabore in zwei Essener Quartieren einrichten, in denen unterschiedliche Maßnahmen über mehrere Monate experimentell umgesetzt werden. Gemeinsam mit der Bevölkerung wird erprobt, wie sich eine Veränderung von Straßenräumen, neue Zugänge zu Verkehrsmitteln oder technologische Anreizsysteme auf die Mobilität vor Ort auswirken. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Akustik der Straßenräume gelegt – welchen Einfluss hat die urbane Klangqualität auf Aufenthaltsqualität, Gesundheit und Mobilitätsverhalten?

 

 

Ansprechpartner InUPH:

Prof. Dr. Susanne Moebus

E-Mail: susanne.moebus@uk-essen.de

 

Gefördert durch:

BMBF: Bundesministerium für Bildung und Forschung