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AcouStic QuAlity and HeaLth in Urban EnVironmEnts (SALVE)

Akustische Qualität und Gesundheit in Urbanen Räumen – Analyse der Assoziation von Soundscapes und Gesundheit

 

Wer sind wir?

Wir sind ein interdisziplinäres Forschungsteam des Universitätsklinikums Essen der Uni Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund. Unterstützt durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) wollen wir gemeinsam sogenannte „urbane Soundscapes“ (städtische Klanglandschaften) erforschen. Darunter verstehen wir die akustische Umgebung, die alle natürlichen und menschengemachten Klänge in der Stadt umfasst. Welchen Einfluss die Stadtstruktur auf diese Soundscapes hat, wie diese Soundscapes auf Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen wirken, und welche Soundscapes dafür bedeutend sind, ist bislang ungeklärt.

 

Was ist das Ziel?

SALVE steht für akustische Qualität und Gesundheit in städtischen Räumen. In unserem innovativen Projekt geht es um die Erforschung der vielfältigen als angenehm oder unangenehm empfundenen Geräusche, Klänge oder Töne und deren mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

 

Warum ist diese Studie so wichtig?

Lärm ist ein sehr bedeutendes Gesundheitsrisiko. Insbesondere in Städten lebt ein großer Teil der Bevölkerung in einer dem Lärm ausgesetzten Umgebung. Es ist bekannt, dass insbesondere Verkehrslärm Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Depressionen fördert. Aber neben dem Lärm ist Ein Aspekt ist uns besonders wichtig: die Frage, was kommt nach dem Lärm? Was bislang kaum untersucht wurde, ist die Frage nach der Qualität von Geräuschen und Klängen unterhalb von Lärmschwellen. Genauso wie die Fragen, wie die Klangqualität mit der städtischen Umwelt zusammenhängt und welche gesundheitlichen positiven als auch negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

Durch die Urbanisierung der letzten Jahrzehnte wurden viele Parks oder vielfältige Grünanlagen, in welche sich Menschen von Stressfaktoren wie Lärm zurückziehen konnten, verändert oder bebaut. Hier benötigen wir dringend mehr Wissen, wie unsere Städte besser geplant und gestaltet werden können, damit sie lebenswert und für die menschliche Gesundheit förderlich sind. Das Wissen über Zusammenhänge von gebauter Umwelt, Soundscapes und Gesundheit und Wohlbefinden ist deshalb sehr wichtig.

 

Wie gehen wir vor?

Über ein Jahr lang wollen wir an rund 730 Orten in Bochum alle Geräusche und Klänge zu jeweils verschiedenen Tages-, Nacht- und Jahreszeiten messen. Die Messstandorte wurden unter Berücksichtigung unterschiedlicher  Nutzungsstrukturen ausgewählt. Hierzu zählen z.B. Wohn- und Mischbebauung, Parks, Straßen- und Autobahnnähe.

Wir führen zwei verschiedene Messverfahren durch: (i) manuelle und (ii) automatisierte Tonaufnahmen. Die manuellen Messungen erfolgen durch unser SALVE-Team mittels Audiogeräten. Pro Standort werden jeweils 5 Minuten dauernde Tonaufnahmen aufgezeichnet. Alle Messungen erfolgen werktags in der Zeit zwischen 9:00 und 17:00 Uhr.

Mit unseren automatisierten Aufnahmegeräten werden wir für die Dauer eines Jahres jeweils halbstündlich 3-minütige Tonaufnahmen durchführen also unabhängig von Tages- und Nachtzeiten sowie Werk- und Feiertagen.  

 

Ansprechpartner CuE – Zentrum für urbane Epidemiologie

Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Susanne Moebus
E-Mail: susanne.moebus@uk-essen.de

 

Projektkoordinatorin: Dr. Robynne Sutcliffe
Telefonnummer: 0201 – 72377 291
E-Mail: robynne.sutcliffe@uk-essen.de

 

Postanschrift: Institut für Urban Public Health (InUPH), Universitätsklinikum Essen, Hufelandstr. 55, 45147 Essen

 

Ansprechpartner TU Dortmund  – Fakültät für Raumplanung 

Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Dietwald Gruehn
E-Mail: dietwald.gruehn@tu-dortmund.de

 

Projektkoordinator: Dr. Bryce Lawrence
Telefonnummer: 0231 - 755 7813
E-Mail: bryce.lawrence@tu-dortmund.de

 

Postanschrift: TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Lehrstuhl Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, 44221 Dortmund

 

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