Geschichte

Im Jahr 1975 wurde am Universitätsklinikum Essen eine Arbeitsgruppe für Knochenmarktransplantation etabliert. Initiiert und aufgebaut wurde diese Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Ulrich W. Schaefer, der zunächst Assistenzarzt und später Oberarzt an der Inneren Klinik und Poliklinik (Tumorforschung) war.

 

Im Jahr 1988 wurde der Arbeitsbereich verselbständigt und eine eigenständige Klinik unter der Leitung von Herrn Prof. Schaefer eingerichtet. Die Klinik erhielt 1993 ein neues Bettenhaus, das zwei Stationen mit jeweils 10 Einzelzimmern, einen Operationsraum und eine Ganzkörperbestrahlungs-Einrichtung umfasst. Eine dritte Station im  WTZ-Ambulanzgebäude wurde 2011 neu bezogen. Die Klinik verfügt seither über 37 Betten, einen eigenen Ambulanzbereich, eine Transplantations-Koordination, einen Stammzellapherese-Bereich und über Laborräume für Transplantations-medizinische Untersuchungen und Forschung. Seit 2002 wird die Klinik von Herrn Prof. Dr. Dietrich W. Beelen verantwortlich geleitet, der seit Mitte der 80-iger Jahre an ihrem Ausbau und ihrer klinischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung maßgeblichen Anteil hat. Sie ist  eine der vier klinischen Einrichtungen des Zentrums für Konservative Onkologie und ist auch Mitglied des Westdeutschen Tumorzentrums. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht seit Jahren mit der Klinik für Kinderheilkunde III, die über fünf Betten für Stammzelltransplantationen bei Kindernim Bereich der Klinik verfügt.

 

Seit dem Beginn des Stammzelltransplantations-Projektes gibt es eine sehr intensive Kooperation mit den klinischen Einrichtungen des Zentrums für Konservative Onkologie (Hämatologie, Innere Klinik [Tumorforschung], Strahlenklinik). Da die Klinik in besonders hohem Maße auf interdisziplinäre Zusammenarbeit ausgerichtet ist, sind eine ganze Reihe weiterer klinischer Einrichtungen und Institute des Universitätsklinikum Essen wertvolle und unverzichtbare Kooperationspartner, z. B. Immunologie, Mikrobiologie, Virologie und Transfusionsmedizin.

 

Aufgrund der frühzeitigen Schwerpunktbildung mit einer eigenständigen Struktur konnte sich die Klinik zur größten und aktivsten Einrichtung für allogene Transplantationen blutbildender Stammzellen in Europa entwickeln. Diese Position konnte in den vergangenen Jahren weiter gefestigt und ausgebaut werden. Darüber hinaus werden an der Klinik auch autologe Stammzelltransplantationen zur Therapie hämatologischer Systemerkrankungen bei Erwachsenen und Kindern sowie bei soliden Tumoren im Kindesalter durchgeführt.