Beiträge mit dem Stichwort: Fortbildung

51. Klinisches Kolloquium „HNO-up to date“

Am 15.11.2017 fand zum 51. Mal unser Klinisches Kolloquium statt, diesmal unter dem Motto “HNO up to date“ statt. Begonnen wurde der Abend mit einer kurzen Einführung durch den Klinikdirektor, Herrn Prof. Lang, der auf die Neuerungen unserer Klinik einging. Einen großen Teil nahm dabei natürlich der Neubau des Operations- und Ambulanzbereiches der HNO-Klinik ein. In einem architektonisch ansprechenden Bau wird hier der „OP der Zukunft“ mit modernster Operationstechnik entstehen. Anschließend stellte Frau Dr. med. Anke Schlüter ein neu entwickeltes Biofeedbackprogramm für Patienten mit peripherer Fazialisparese vor. Hierbei soll Patienten mit einem visuell ansprechenden digitalen Biofeedback-Spiegel, der selbst kleine Bewegungen potenzieren kann, das tägliche Gesichtsmuskeltraining besser veranschaulicht werden und damit zu einem besseren Ergebnis, nämlich der Wiederherstellung der Gesichts- beweglichkeit verhelfen. Erste Ergebnisse sind hier sehr vielversprechend, und es konnten bereits gute Therapieerfolge erzielt werden.

Frau Dr. med. Nina Dominas berichtete in Ihrem Vortrag über das zwar seltene, aber für den HNO-Arzt wichtige Erkrankungsbild der Angioödeme. Dabei machte sie besonders auf die unterschiedlichen Patho- mechanismen aufmerksam, weswegen die unterschiedlichen Angioödeme auch unterschiedlicher Therapiestrategien be- dürfen. Besonders gefreut haben wir uns über den Vortrag unseres Gastredners, dem Präsidenten des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte e.V., Dr. med. Dirk Heinrich. In seinem Vortrag „HNO 4.0″ beleuchtete er neue berufspolitische und ökonomische Herausforderungen unseres Berufes und betonte die Wichtigkeit der Digitalisierung im Gesundheitswesen. NacheinerkurzenPause,indermansichmit Ka ee und Kuchen stärken konnte, berichtete Frau Dr. med. Pia Haßkamp über unsere Erfahrungen mit dem roboterassistierten Flex System der Firma Medrobotics. Dabei stellte sie anhand kurzer Videosequenzen die Vorteile des exiblen Operationsroboters in der Chirugie v.a. von Hypopharynx und Larynx dar, die aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten hohe Ansprüche an die Technik stellen.

Im letzten Vortrag berichtete PD Dr. med. Stefan Hansen von neuen Erkenntnissen in der Therapie des zervikalen CUP-Syndroms, welches die moderne Medizin noch immer vor Herausforderungen stellt. Der insgesamt sehr gelungene Abend klang am Bu et bei regionaltypischer Curry-Wurst und weiteren kleinen Leckereien aus.

Ihre Eva Bernd

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