Speicheldrüsenerkrankungen

Minimal-invasive Techniken haben in den letzten Jahren die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei Speicheldrüsenerkrankungen erweitert und zu einer zunehmenden Spezialisierung beigetragen. Bei Tumoren sind dies z.B. die extrakapsuläre Dissektion bei benignen Prozessen oder bei Malignomen die neuen Methoden der dynamischen Gesichtsreanimation nach radikaler Parotidektomie bzw. bei persistierenden Fazialisparesen. Die Speichelgangsendoskopie erlaubt bei chronisch-entzündlichen Prozessen wie der Radioiod-induzierten Sialadenitis, aber besonders bei Steinen und Stenosen eine differenzierte Diagnostik und eröffnet neue Möglichkeiten der Behandlung. Wichtige Methoden sind dabei die Spülung der Speichelgänge, Instillation von Medikamenten, das Aufdehnen von Engstellen, die Fragmentierung (Lithotripsie) und Extraktion von Speichelsteinen. Durch das Vorhalten und die Kombination verschiedener Techniken kann im Rahmen einer multimodalen Therapie dabei auch in komplexen Fällen die Chance für eine erfolgreiche minimal-invasive Behandlung deutlich erhöht werden.

Ansprechpartner sind  Herr Prof. Dr. Geisthoff und Herr PD Dr. Mattheis.