Cochlea Implant und Innenohrchirurgie

Mit der Entwicklung des Cochlea Implantats ist es erstmals gelungen ein Sinnesorgan zu ersetzen und somit tauben Menschen, die von einem Hörgerät keinen Nutzen haben, das Hören zu ermöglichen. In den 70er Jahren erhielten die ersten ertaubten Erwachsenen, 1981 erstmals Kinder ein Cochlea Implantat. Seitdem hat die Entwicklung dieses Systems große Fortschritte gemacht, und mittlerweile sind weltweit über 60.000 Menschen mit einem Cochlea Implantat versorgt.

Ein Cochlea Implantat ist für Taube oder beidseitig hochgradig Schwerhörige geeignet, die von einem Hörgerät keinen Nutzen mehr haben, d.h. – (Klein)-Kinder mit angeborenem hochgradigem oder vollständigem beidseitigem Hörverlust – Jugendliche und Erwachsene mit hochgradiger Schwerhörigkeit oder Ertaubung nach Spracherwerb. Unabdingbare Voraussetzungen sind: – trotz optimal angepasster Hörgeräte kein ausreichendes Sprachverständnis – intakter Hörnerv zur Weiterleitung der elektrischen Signale ans Gehirn Erwachsene können nur dann von einem Cochlea Implantat profitieren, wenn sie als Kind sprechen gelernt haben, die Ertaubung also nicht seit frühester Kindheit oder Geburt besteht. Taub geborene oder hochgradig schwerhörige Kinder sollten so früh wie möglich, am besten in den ersten Lebensjahren, ein Cochlea Implantat erhalten. Kinder, die in einem höheren Lebensalter implantiert werden und taub geboren wurden, erzielen in den meisten Fällen weniger gute Ergebnisse.

Ein Cochlea Implantat ersetzt die Hörfunktion des Innenohres, indem der noch funktionsfähige Hörnerv elektrisch gereizt wird. Das Cochlea Implantat soll Hörempfindungen und Sprachverstehen ermöglichen. Über ein kleines, hinter dem Ohr getragenes Mikrofon werden die Schallwellen aufgenommen und an den Sprachprozessor weitergeleitet, der meist mit dem Mikrofon in einem kleinen Gehäuse integriert ist oder in seltenen Fällen als Taschenprozessor unter der Kleidung getragen wird. Der Sprachprozessor verarbeitet die Sprache, bestimmt ihre Bestandteile und sendet den so entstanden elektrischen Code zur Sendespule. Diese wird durch einen Magneten hinter dem Ohr gehalten und gibt den Code durch die intakte Haut an das Implantat (Empfänger und Reizgeber), das unter der Haut liegt, weiter. Im Implantat, dem „Empfänger und Reizgeber“, wird der vom Sprachprozessor erstellte Code in elektrische Stromsignale umgewandelt. Über eine Kabelverbindung gelangen diese elektrischen Impulse zu einem Elektrodenbündel, das in die Cochlea vorgeschoben wurde. Die Elektroden stimulieren den Hörnerven, der die Signale an das Gehirn weiterleitet, wo ein Höreindruck wahrgenommen wird. Besteht aufgrund eines beiderseits funktionslosen Hörnervens eine Taubheit, hat der Patient von einem Cochlea Implantat keinen Nutzen. In diesen Fällen kann ein Hirnstammimplantat erwogen werden..

Das Hörorgan wird durch Schallwellen, d.h. durch mechanische Schwingungen eines bestimmten Frequenzbereiches, gereizt. Die Schallwellen erreichen das Hörorgan hauptsächlich über den äußeren Gehörgang, der am Trommelfell endet. Sie versetzen das Trommelfell in Schwingungen, die sich über die Gehörknöchelchen auf das Innenohr übertragen. Das Innenohr besteht aus dem Gleichgewichtsorgan und dem Hörorgan (Cochlea). Das Hörorgan liegt in einem schneckenförmigen Gang, der mit Flüssigkeiten gefüllt ist. Durch die Schwingungen der Gehörknöchelchen entsteht in der Cochlea eine Flüssigkeitsbewegung, die die etwa 25.000 Hörsinneszellen erregt. Dieses führt zur Auslösung von elektrischen Impulsen in den zugehörigen etwa 30.000 Fasern des Hörnervens. In der Cochlea wird also mechanische in elektrische Energie umgewandelt. Die elektrischen Impulse gelangen über den Hörnerven zur Weiterverarbeitung in eine bestimmte Hirnregion und werden dort z.B. als Musik oder Sprache erkannt.

Eine Ursache für eine Hörminderung bzw. Taubheit ist die Störung der Schallübertragung im äußeren Ohr oder im Mittelohr (Trommelfell, Gehörknöchelchen). Patienten, die hiervon betroffen sind, kann fast immer mit einer Operation und/ oder Hörgeräten geholfen werden, so dass sie ein Cochlea Implantat nicht benötigen. Bei vielen Menschen liegt die Ursache einer Hörstörung im Innenohr. Hier sind die Hörsinneszellen, die akustische Informationen verstärken und normalerweise an den Hörnerven weiterleiten, geschädigt oder von Geburt an nicht funktionstüchtig. Besteht nur eine geringe Schädigung, so sind oft Hörgeräte ausreichend. Ist die Schädigung jedoch hochgradig und beidseitig, kann ein Cochlea Implantat sinnvoll sein. Besteht aufgrund eines beiderseits funktionslosen Hörnervens eine Taubheit, hat der Patient von einem Cochlea Implantat keinen Nutzen. In diesen Fällen kann ein Hirnstammimplantat erwogen werden.

Indikation zur Cochlear Implantation bei einseitiger Taubheit Auch Patienten mit einseitiger Taubheit können von einer Cochlear Implantation profitieren, wenn eine Hörgeräteversorgung nicht mehr möglich ist. Menschen, die eine einseitige Taubheit entwickeln, werden sich in erster Linie in Alltags-situationen bewusst, wie wichtig binaurales Hören ist. Sie berichten über Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen, die von der ertaubten Seite kommen, sind nicht in der Lage Geräusche zu lokalisieren und haben Probleme beim Verstehen im Hintergrundlärm (Großraumbüro, Schule Restaurant, U-Bahn etc. (1). Bis in die 80er Jahre wurden die bestehenden Behinderungen durch eine einseitige Taubheit weit unterschätzt und die einzige Aufgabe von HNO-Ärzten und Audiologen bestand darin, dies zu diagnostizieren und Patienten und oder Eltern zu versichern, dass dies kein Problem sei. In seiner Publikation über Perspektiven von Patienten mit einseitiger Schwerhörigkeit in Vergangenheit und Zukunft, konnte Thorpe wie andere auch zeigen, dass bis zu 35% der Kinder mit einseitiger Taubheit erhebliche Schulprobleme haben und im Durchschnitt ein bis zwei Noten schlechter sind als ihre nicht schwerhörigen Klassenkameraden (2,6). Im übertragenen Sinne gelten die gleichen Probleme für berufstätige Erwachsene. Beidseitiges Hören gewährleistet nicht nur einen Summationseffekt in Bezug auf die Lautheit sondern ermöglicht auch das Nutzen des “Head-Shadow” Effektes sowie der beidohrigen Filterfunktion für eine bessere Sprachverständlichkeit im Störlärm. Gleichzeitig bestehen bessere Orientierungsmöglichkeiten im Raum (3-5). Empfängt das Gehirn Informationen von zwei Seiten, können Lärm und Sprache gut erkannt werden. Kommen diese dann aus unterschiedlichen Richtungen, kann das Gehirn Sie je nach Abstand zum Ohr (Empfänger) auch zeitlich auflösen. Fällt ein Ohr aus werden alle Informationen nur noch “eindimensional” empfangen und verarbeitet – die Mehrdimensionalität von Raum und Geräuschen entfällt. Aus einer inzwischen großen Zahl von Cochlear-implantierten Patienten mit einseitiger Taubheit und mittel- bis hochgradiger mit einem Hörgerät versorgten Schwerhörigkeit auf der Gegenseite weiß man, dass diese Kombination bei elektrischer Stimulation auf der einen Seite und akustischer Stimulation auf der anderen Seite zu einer deutlichen Verbesserung des binauralen Hörens führt und auch vom Gehirn verarbeitet werden kann (7,8). Vermeire und van der Heyning haben bereits an einer großen Zahl von Patienten mit einseitiger Taubheit mit und ohne Tinnitus bei normalem Hörvermögen auf der anderen Seite zeigen können, dass eine Cochlear Implantation in solchen Fällen sinnvoll sein kann und bedingt durch einen enormen akustischen Informationszuwachs zu einer großen Zufriedenheit der Patienten führt. (9,10). Unter anderem wurden diese positiven Ergebnisse durch Arndt und Mitarbeiter aus Freiburg in mehreren Studien bestätigt. (11,12) Die Operationsindikation sollte dennoch sehr eng gestellt werden, Patienten können gern in unserer CI-Sprechstunde zur Beratung vorgestellt werden.

Welche Voruntersuchungen sind erforderlich und wie verläuft die Versorgung mit einem Cochlea Implantat?

Um endgültig mit Ihnen zu entscheiden, ob eine Operation für Sie bzw. Ihr Kind sinnvoll ist, sind einige Voruntersuchungen notwendig, die wir für Sie organisieren. In der Regel können diese bis auf wenige Ausnahmen ambulant durchgeführt werden. Hierzu zählen ausführliche Hörtests (Hirnstammaudiometrie, sog. BERA, Elektrocochleographie etc.), Bild gebende Maßnahmen wie eine Computertomo-graphie und/oder Kernspintomographie, eine kinderärztliche bzw. neurologische Untersuchung, eine Vorstellung in der Augenklinik und gegebenenfalls in der Humangenetik, um alle möglichen Ursachen der Hörstörung abzuklären.
Weiterhin wird die Funktion der bisher getragenen Hörgeräte überprüft, gegebenenfalls werden auch neue angepasst, und getestet, ob hiermit noch eine Verbesserung des Höreindrucks zu erreichen ist.
Gleichfalls lernen sie unser ambulantes Rehazentrum kennen, um sich über die an die Operation anschließende Hör- und Sprachrehabilitation bei speziell geschulten Logopäden und Hörgeschädigtenpädagogen zu informieren.
Gleichzeitig stellen wir den Kontakt zu den  Betreuern in den Kindergärten und Schulischen Einrichtungen her, in denen Ihre Kinder betreut werden. Hierbei berät uns schon seit Jahren die David-Ludwig-Bloch-Schule, Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation in Essen unter der fachlichen Leitung Frau S. Melders und Herrn K. Salber-Correia

Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen sind und dafür sprechen, dass Sie oder ihr Kind von einer Cochlea Implantation profitieren, können Sie selbst entscheiden, ob und wann Sie eine Implantation wünschen. Wir vereinbaren dann einen entsprechenden Operationstermin mit Ihnen.
Um unerwünschten Infektionen wie schlimmstenfalls einer Meningitis vorzubeugen, raten wir dringend zur Impfung vor der Operation. Diese kann durch Ihren Haus- oder Kinderarzt erfolgen.

Operativer Eingriff

Der operative Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Hierbei wird ein Hautschnitt von ca. 4 bis 5 cm Länge hinter dem Ohr angelegt. Der Warzenfortsatz wird aufgebohrt und ein Lager für das Implantat gefräst. Nachdem die untere Windung der Hörschnecke dargestellt ist, wird der Elektrodenträger des Implantates in die Windungen der Hörschnecke eingeführt und befestigt. Noch während der Operation wird gemessen ob das Implantat funktioniert und ob die Signale über den Hörnerven an das Gehirn weitergeleitet werden und auch verarbeitet werden.
Zum Verschluss der Wunde werden insbesondere bei Kindern selbst auflösende Fäden verwendet. Nach der Operation wird ein Rotations-CT bzw. eine Röntgenaufnahme von der Schnecke mit Implantat als zusätzliche Lage- und Qualitätskontrolle angefertigt.

Krankenhausaufenthalt nach Operation

In der Regel können Sie bzw. Ihr Kind am 4./5. Tag nach der Operation die Klinik verlassen. Nach ca. 4 Wochen, wenn die Wunde komplett reizlos ist, kann die Sprachprozessoranpassung erfolgen und mit der Rehabilitationstherapie  (s.u.) begonnen werden. Die Mitarbeiter des Reha-Teams werden noch in der Klinik mit Ihnen Kontakt aufnehmen und den weiteren Verlauf besprechen.
Durch täglich durchgeführte Verbandswechsel und Wundkontrollen von erfahrenen ärztlichen Kollegen unserer Abteilung wird sichergestellt, dass mögliche Komplikationen, wie z.B. Wundinfektionen, rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Bei Operationen von Kleinkindern und Kindern ist eine zusätzliche Unterbringung eines Elternteils im selben Zimmer möglich. Dieses wird selbstverständlich vor Operation mit Ihnen besprochen.
Nach Entlassung aus der Klinik wird die postoperative Kontrolle zunächst von einem niedergelassenen Kollegen weitergeführt, wobei eine Wiedervorstellung in unserer Klinik bei Problemen und Fragen natürlich jederzeit möglich ist. Eine Entfernung von Nahtmaterial insbesondere bei Kindern ist nach der Operation nicht notwendig, da wir selbst auflösende Nähte benutzen. Eine postoperative Kontrolle durch uns wird nach 3, 6, 12 Monaten in Absprache mit unserer Reha – Einrichtung und anschließend jährlich in der ambulanten CI-Sprechstunde erfolgen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit an das Sekretariat des CIC Ruhr.

Die folgende Kurzanimation wurde uns von Cochlear zur Verfügung gestellt (Copyright Cochlear Limited)

Es stehen Implantate der Firmen Advanced Bionics, Cochlear, Mädel und Oticon Medical (in alphabetischer Reihenfolge) zur Verfügung und können implantiert werden. Welches Implantat für Sie am ehesten geeignet und empfehlenswert ist, wird in jedem Einzelfall erneut besprochen.

Cochlear
MED-EL
Advanced Bionics
Oticon Medical

Wo kann ich mich weiter informieren?

Deutscher Schwerhörigenbund e.V.
http://www.schwerhoerigen-netz.de

Cochlear Implant Verband NRW e.V.
http://www.dcig.de
http://www.taub-und-trotzdem-hoeren.de

www.bagus-gmbH.de

Wichtige Informationen bzgl. der MRT-Tauglichkeit von Implantaten:

Sehr geehrter Patient,

wie Ihnen bereits bei Ihrem stationären Aufenthalt mitgeteilt wurde, gelten gewisse Einschränkungen bzgl. der Nutzung von MRTs  für Implantträger.

Im Folgenden finden Sie die spezifischen Herstellerinformationen für Ihr Implantat.

Cochlear®

MEDEL®

Advanced Bionics® HiRes Implantate (Zusätzlich: Advanced Bionics Informations Broschüre für Patienten, Advanced Bionics Broschüre mit Abbildung für einen Kopfverband)

Bitte legen Sie diese Ihrem Radiologen vor der Durchführung der geplanten Untersuchung vor.  Sollten Sie Fragen haben oder sich unsicher sein, ob die geplante Untersuchung mit Ihrem Implantat durchführbar ist, wenden Sie sich bitte per Email (cicruhr@uk-essen.de) an das CI-Centrum Ruhr.

Sprachprozessoranpassung und Rehabilitation

Drei Wochen nach der OP bereiten wir in unserem Cochlea Implant Rehabilitationszentrum in Essen – Steele den Patienten und die Angehörigen auf die Erstanpassung vor: wir erklären die einzelnen Teile des CI-Systems und das Zubehör.
Fragen können gern direkt geklärt werden. So ist die Erstanpassung gut vorbereitet.

Vier Wochen nach der OP erfolgt die Erstanpassung. Das Implantat wird auf seine Funktionstüchtigkeit getestet und die einzelnen Elektroden werden individuell angepasst.
Als Grundlage für die ersten Hörprogramme dienen die Messungen, die bereits im OP durchgeführt wurden.
So ist auch bei kleinen Kindern oder mehrfach behinderten Patienten eine optimale Anpassung aufgrund objektiver und individueller Daten möglich.
Die Handhabung des Sprachprozessors wird nochmals erklärt und geübt.
Um ausreichend Zeit für die Messungen und Fragen zu haben, planen wir 2 Stunden dafür ein.

In den folgenden Wochen und Monaten führen wir eine Reihe von Folgeanpassungen durch, in denen die „Lautstärke“ angehoben wird und verschiedene Systemeinstellungen optimiert werden. Die Familien und Therapeuten werden zu ihren Erfahrungen befragt; ihre Rückmeldung wird berücksichtigt. Zur Kontrolle werden Hörtests durchgeführt.
So kann die Anpassung optimal auf die therapeutisch-pädagogische Rehabilitation
(im Folgenden kurz „Reha“ genannt) abgestimmt werden.

Parallel zu den Anpassungen erfolgt die Hör-Sprach-Therapie, die sich über 2-3 Jahre hinzieht und in der Regel 1 x wöchentlich  1 Stunde stattfindet.

Ein gehörlos geborenes Kind muss das Hören und die Sprache erst erlernen.
Eine Grundlage dafür ist die bestmögliche Hörfähigkeit, die durch die oben beschriebene Anpassung gewährleistet wird.
Techniker, Therapeuten und Pädagogen müssen ihre Arbeit fein aufeinander abstimmen, damit  möglichst gute Ergebnisse erzielt werden können.
Um die Familien so wenig wie möglich zu belasten, führen wir die Reha ambulant durch: d.h. in der Regel  findet wöchentlich eine Therapiesitzung statt.
Hierbei wird immer erst das Gerät überprüft, dann erfolgt die Hör-Sprach-Therapie.
Diese ist auf das Hören und Verstehen lernen ausgerichtet und wird mit altersentsprechenden Materialien durchgeführt.
Den jeweils individuellen Bedürfnissen wird hierbei Rechnung getragen. Eltern und Kontaktpersonen  werden in hörförderndem Verhalten angeleitet und unterstützt.
Auch der Kontakt zur betreuenden pädagogischen Einrichtung und zu externen Therapeuten wird  zum Wohl der kleinen Patienten gepflegt.

Die post-operative Reha bei Erwachsenen konzentriert sich – neben der Anpassung- auf differenziertes Hörtraining und Lösungen für die alltäglichen Hörsituationen: Handhabung des Sprachprozessors, Nutzung verschiedener Hörprogramme und des Zubehörs.
Das Hörtraining wird abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten und seine Fortschritte in der Rehabilitation.
Es werden  Übungen zur Unterscheidung und Erkennung von  Wörtern und Sätzen durchgeführt: anfangs in Ruhe, später mit Störschall. Je nach Verständnis kommt auch Telefontraining und Übungen am  PC und MP3-Player dazu.
Auch die Reha der Erwachsenen erfolgt bei uns ambulant: wöchentlich oder 2 wöchentlich, meist 30-60 Stunden.

Die Reha von bilateral versorgten CI-Patienten bedarf besonderen Fingerspitzengefühls und wurde in den vergangenen Jahren bei uns sehr erfolgreich durchgeführt.
Unser Konzept zielt darauf hin, das Alltagsgeschehen und Situationen im Störschall mit beiden Geräten bewältigen zu lernen (Schule, Beruf, Verkehr).
Mit dem „neuen“ CI werden gezielte Hörübungen durchgeführt.
Dieses Vorgehen hat sich sehr bewährt. So lernen beide CIs beim  Richtungshören und Verstehen in Störschall zusammenzuarbeiten. Zudem wird das „neue“ CI allmählich konkurrenzfähig mit dem „alten“; Frust wird vermieden.

Insgesamt spricht die wachsende Anzahl der Anfragen an unser Zentrum für die Qualität und die gute Durchführbarkeit des Konzepts.
Durch das interdisziplinäre Team der hoch motivierten und engagierten Mitarbeiter können wir unseren CI-Trägern eine effektive Rehabilitation ermöglichen.
Das wird auch durch die Zertifizierung des CIC Ruhr bestätigt.
Wir nehmen neue Ideen auf, gehen „mit dem Zahn der Zeit“ und sind stets bemüht, individuelle und optimale Lösungen für unsere Patienten zu finden.
Die von uns betreuten Kinder und Erwachsenen profitieren von der engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Hals-Nasen-Ohrenklinik des Universitätsklinikums Essen, mit den Hörgeräteakustikern und Optikern der Fa. Bagus, sowie den entsprechenden die Kinder betreuenden pädagogischen Einrichtungen.

Sie haben noch Fragen?
Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

Cochlea Implant Centrum Ruhr
Ärztlicher Direktor:

Prof. Dr. Stephan Lang

Ärztliche Leitung CIC Ruhr
Prof. Dr. Diana Arweiler-Harbeck

Pädaudiologie:
Oberärztin Dr. med. Sonja Dockter

Weitere Mitarbeiter:
OÄ Dr. med Judith Arnolds
OÄ Dr. med. Sonja Dockter

Dr. med Florian Christov
Dr. med Kerstin Stähr
Benjamin Kansy
Dr. med Laura Holtmann
Dr. med Pia Haßkamp
Uta Frahm

(von links nach rechts) Inga Beckmann, Marietta Riedel, Frauke Ziegenhagen-Kroonen, Andrea Dersen, Sarah Müller, Heike Bagus, Anne Overlöper, Markus Kempkens, Johanna Bebout, Mirjam Dauner, Maja Hindersmann, Nora Partner

Ansprechpartner
Wenn Sie Fragen zu Cochlea Implantaten, ihrer Funktion, ihrer Anwendung und der Rehabilitation haben oder einen Termin für eine Voruntersuchung vereinbaren wollen, wenden Sie sich bitte an folgende Kontakte:

Sekretariat CI-Centrum Ruhr (Krankenkassenangelegenheiten, Bescheinigungen, Schriftverkehr)

Heike Preuß /Kirsten Langkau
Tel.:  0201 723 2993
Fax:  0201 723 6841
Email:  cicruhr@uk-essen.de

Terminvergabe für Vorsorgeuntersuchungen

Terminvergabe Erwachsene:
Tel.: 0201 / 723 3664
Fax: 0201 / 723 5903
audiometrie@uk-essen.de

Terminvergabe Kinder:
Tel.: 0201/ 723 2429
Fax: 0201/ 723 5519
Phon.pädaudio@uk-essen.de

Reha-Zentrum CIC Ruhr

H. Bagus
Tel.:  0201 8516550
Email: info@cic-ruhr.de

Pädagogische Beratung:

Schulleitung Schule mit Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation (David-Ludwig-Bloch-Schule)

Sigrid Mölders

(Email: sigrid.moelders@lvr.de oder rfshprim-essen@lvr.de)
Anschrift: David-Ludwig-Bloch-Schule, Tonstraße 25, 45359 Essen

Technische Beratung:
S. Bagus – Pädakustiker
R. Bagus – Pädakustiker
T. Scholz – Hörgeräteakustiker
Anschrift: Bochumer Straße 40, 45276 Essen
Tel.:  0201 851250
Email: info@bagus-gmbh.de