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Warum Weiterbildung zum Kindergastroenterologen am UK Essen?


  • wir gehören zu den 5 größten Kindergastroenterologien in Deutschland
  • wir sind ein junges Team und verstehen uns blendend
  • wir betreuen ausschließlich kindergastroenterologische Patienten
  • wir müssen keine „Stationsarbeit“ leisten
  • es fallen nur wenige „Hausdienste“ an
  • wir organisieren eine Reihe von Fortbildungen und Treffen (Endoskopieseminare, Intensivkurs Hepatologie, AG-Treffen Pädiatrische Lebertransplantation u.a.)

 

Unser Ausbildungsplan im Detail:

Betreuung ambulanter Patienten:

  • Gastroenterologische und Hepatologische Ambulanz: Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, der Leber, des Pankreas sowie Patienten mit Ernährungsproblemen werden regelhaft montags und mittwochs und notfallmäßig freitags gesehen. Der Weiterzubildende bereitet sich anhand der Patientenakte auf die Vorstellung vor, sieht die Patienten in der Regel alleine und bespricht die Patienten mit dem Weiterbildungsbefugten oder anderen in der Klinik tätigen Kindergastroenterologen nach. Für spezielle Fragen der ambulanten Vorstellung wird zwischen dem Weiterbildungsbefugten und dem Weiterbildungsassistenten ein individueller wöchentlicher Termin festgelegt. Der Schwerpunkt der Kindergastroenterologischen Ambulanz am Uniklinikum Essen liegt in der Betreuung chronisch kranker Kinder, beispielsweise mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Mangelernährung, Sondenernährung, total parenteraler Ernährung, Fehlbildungssyndromen, M. Wilson, Cholestasesyndromen und chronischen funktionellen Bauchschmerzen wie Reizdarm und Obstipation.
  • Lebertransplantationsambulanz:Kinder nach LTX werden von Mo-Mi und Fr täglich ab 7:30 untersucht. Der Ablauf in Vorbereitung und Patientenkontakt erfolgt ähnlich wie in der Gastroenterologischen Ambulanz. Auch diese Patienten werden individuell mit dem Weiterbildungsassistenten vor- und nachbesprochen. In der LTX Besprechung Di ab 13:15 werden komplizierte Fälle vor oder nach LTX interdisziplinär diskutiert.

Betreuung stationärer Patienten:

  • Normalstation: In der Kinderklinik sind auf Station K2 13 Betten für die Betreuung der kindergastroenterologischen Patienten vorgesehen. Bei Engpässen werden Patienten auf andere Stationen eingewiesen. Der Weiterzubildende übernimmt hier nur in Vertretungsfällen typische Stationsarbeiten. In der Regel arbeitet er als Facharzt supervidierend mit dem Stationsarzt zusammen. Der Weiterbildungsbefugte visitiert täglich mit dem Stationsarzt alle Patienten. Es wird versucht, dass der Weiterzubildende bei einigen dieser Visiten, vorallem bei der wöchentlichen interdisziplinären Visite am Mittwoch um 8.30 Uhr teilnimmt. Der Weiterzubildende übernimmt Aufgaben bei komplexeren Patienten. Diese reichen von der Untersuchung über die Planung der Diagnostik, Patienten- und Elterngesprächen bis zur Therapieentscheidung.
  • Intensivstation: Da vorwiegend chronisch kranke Kinder betreut werden befinden sich durchgehend gastroenterologische/hepatologische Patienten auf der Intensivstation. Die Abläufe im Zusammenwirken zwischen Weiterbildungskandidat und Weiterbildungsbefugtem sind grundsätzlich ähnlich zur Normalstation. Die Anforderungen werden selbstverständlich nur nach grundlegender Einarbeitung gesteigert. Der Weiterzubildende wird in diese Arbeiten erst im zweiten Abschnitt der Ausbildung, also nach ca. 6-9 Monaten in diese Aufgaben integriert.

Funktionsdiagnostik

  • Endoskopie: Erlernt wird das gesamte Spektrum der kindergastroenterologischen Endoskopie: ÖGD, Koloskopie, Peg-Sonden-Anlage, Legen duodenaler Sonden. Die interventionelle Endoskopie wird aufgrund der Seltenheit in der Pädiatrie in der Regel von den ausgebildeten Kindergastroenterologen durchgeführt. Es werden jährlich rund 280 Endoskopien durchgeführt.
    Zum Erlernen der Endoskopie wird der Weiterzubildende anfangs 2 Wochen grösstenteils freigestellt und hospitiert in der hiesigen Medizinischen Endoskopie. Dort kann er erste Erfahrungen u.a. am Simulator (Elvis) sammeln. Danach beginnt die praktische Ausbildung der Endoskopie an Kindern.
  • Leberpunktion: aufgrund des Transplantationszentrums werden in der Abteilung jährlich rund 120 Leberbiopsien vom Frühgeborenen bis zum Adoleszenten durchgeführt. Der Weiterzubildende wird in die Handhabung eingeführt und führt die Punktionen selbstständig in Anwesenheit eines Kindergastroenterologen aus.
  • Weitere Funktionsdiagnostik: Durchgeführt werden Rektumsaugbiopsien, Legen von Button-Sonden, Impedanz-pH-Metrien, H2-Atemteste, C13-Atemteste, Aszitespunktion und weitere. Die einzelnen Testungen werden erklärt und zunächst gemeinsam durchgeführt, dann alleine durchgeführt.

Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen:

  • Während der Weiterbildungszeit nimmt der Weiterzubildende an mindestens drei mehrtägigen Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Gastroenterologie teil. Diese betreffen insbesondere Jahrestagungen der GPGE, DGVS, ESPGHAN, UEGW, DTG oder IPTA. Zusätzlich zu diesen werden auch spezielle Symposien wie das eigene Endoskopieseminar der Universitätskinderklinik Essen oder regionale Treffen wie Gastro West besucht.
  • Für die interne Fortbildung werden in der eigenen Arbeitsgruppe Mittwochs um 13.00 Uhr neue Publikationen i.S. eines Journal Clubs besprochen. Zudem findet hier der Austausch nach Kongressteilnahmen statt und es werden lehrreiche klinische Fälle vorgestellt.

Wissenschaft und Lehre

  • Da die Weiterbildung zum Kindergastroenterologen an einer Universitätsklinik absolviert wird, beinhalten die Aufgaben auch Forschung und Lehrtätigkeiten. Es wird eine eigene wissenschaftliche Fragestellung, in der Regel in Form einer klinischen Studie, erarbeitet, die nach ca. einem Jahr ausgewertet werden kann. Ziel ist es, am Ende der Weiterbildungszeit diese Arbeit zu publizieren.
    Die Lehraufgaben werden in Form von bedside-teaching oder POL-Seminaren erfüllt.
  • Der Weiterzubildende hat während der gesamten Weiterbildungszeit engsten Kontakt zu dem Weiterbildungsbeauftragten und den anderen Kindergastroenterologen der Kinderklinik. Strukturierte Weiterbildungsgespräche erfolgen mindestens einmal im halben Jahr.