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Koordinierte Flüchtlingsversorgung in Essen


Rund 5.000 Flüchtlinge hat die Stadt Essen allein im Jahr 2015 aufgenommen. Aktuell sind rund 8.000 Asylsuchende überwiegend aus Syrien in Flüchtlingsgroßunterkünften untergebracht. Wie die Versorgung, insbesondere die medizinische, koordiniert werden soll, darüber tauschen sich regelmäßig die Ärztlichen Direktoren der Essener Kliniken und die Vertreter des Gesundheitsamtes sowie der Feuerwehr aus. In der Ende 2015 gegründeten „Task-Force“ zur koordinierten, medizinischen Flüchtlingsversorgung werden gemeinsame Lösungen für akute Herausforderungen erarbeitet. Seitens des UK Essen sind Prof. Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie, und Dr. Stefanie Merse, Projektleitung EI-AP-K und Ärztin in der Klinik für Infektiologie, in der Expertenrunde vertreten.


Flüchtlingsbeauftragte des Universitätsklinikums Essen

Prof. Dr. med. Oliver Witzke
Direktor der Klinik für Infektiologie

 






Dr. med. Stefanie Merse
Ärztin in der Klinik für Infektiologie
Projektleitung EI-AP-K
E-Mail: stefanie.merse@uk-essen.de
Tel.: 0201/723-5234


Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ambulanzen und Notaufnahmen haben die Essener Experten eine Muster-Checkliste entwickelt, die Sie an dieser Stelle als PDF-Datei herunterladen können:

 

Schulung für den Umgang mit den Flüchtlingen

Die Fortbildung am UK-Essen „Versorgung von Asylbewerbern – eine zentrale Herausforderung in der Versorgung gemeinsam meistern“ wird mit 25.000 € vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes NRW gefördert und von der Ärztekammer Nordrhein zertifiziert.

 

Zielgruppe:

  • Medizinisches Personal (Ärzte und Pflegende) aller Krankenhäuser in NRW
  • Mitarbeiter im Rettungsdienst
  • Mitarbeiter in Flüchtlingsunterkünften
  • Mitarbeiter im Sozialdienst

 

Inhalte:

  • Rechtsgrundlagen zur Behandlung von Flüchtlingen
  • Infektions- und Eigenschutz
  • Traumatisierung und Gewalt
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Debriefing und Supervision

 

Teilnahmegebühr: 150 Euro, Mitarbeiter des UK-Essen auf Anfrage

 

Die Tagesfortbildung findet jeweils samstags von 08.00 bis 16.00 Uhr am UK-Essen statt:

  • 8. Oktober 2016
  • 15. Oktober 2016
  • 12. November 2016
  • 19. November 2016

 

Download Programm

 

Anmeldung erforderlich: per E-Mail an diana.wieser@uk-essen oder telefonisch unter 0201/723-5234

 

 

 

Broschüre für die Kitteltasche

Ab sofort ist die Broschüre "Medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Essen gemeinsam meistern" erhältlich. Sie dient als Nachschlagewerk für die "Kitteltasche" (Format A6) und richtet sich in erster Linie an Ärztinnen und Ärzte in der Flüchtlingsversorgung sowie an medizinisches Personal und den Rettungsdienst.

Gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro kann die Broschüre über Meike Girnth bezogen werden: Tel. 0201/723-5234 oder E-Mail meike.girnth@uk-essen.de.


Neues aus der Wissenschaft: iMANV-Konzept

– Für den Ernstfall mit mehreren, in Flüchtlingsunterkünften Erkrankten/Verletzten –


Eine Arbeitsgruppe um Prof. Boris Tolg (HAW-Hamburg) und Dr. Stefanie Merse (UK Essen) hat dieses Szenario gemeinsam mit Studierenden der Studiengänge Rettungsingenieurwesen und Medizin wissenschaftlich untersucht und ein Konzept zur medizinischen Versorgung entwickelt. Das sogenannte „iMANV-Konzept“ soll im Ernstfall von der Stadt Essen umgesetzt und erprobt werden.


Weitere Fortbildungsmöglichkeiten

  • Regelmäßige Teilnahme an überregionalen Flüchtlingssymposien (u. a. veranstaltet vom Land Schleswig-Holstein/Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie von der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften) unter Berücksichtigung ausgewählter Themen, unter anderem:
    • Politische Rahmenbedingungen
    • Auswirkungen auf die Gesundheitspolitik/das Gesundheitssystem
    • Medizinische Versorgung von Flüchtlingen
    • Best Practice-Beispiele aus der Praxis
    • Erfahrungsaustausch


Ihre Unterstützung wird benötigt!

Wie Sie sich ehrenamtlich engagieren können, lesen Sie auf der Webseite der Westdeutschen Gesellschaft für Medizinische Organisation (WGMO).