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Sarkomchirurgie


Die nach den Richtlinien der Deutschen Krebshilfe zertifizierte Sektion Sarkomchirurgie befasst sich mit der operativen Entfernung (Resektion) und anschließenden Rekonstruktion von lokal aggressiven oder bösartigen Knochen- und Weichgewebstumoren (Sarkomen).

Das interdisziplinäre Zentrum verfügt über klinische Erfahrung  mit über 5000 Patientinnen und Patienten.

Dabei ist das Ziel der Therapie die Resektion nach onkologischen Kriterien (Entfernung im Gesunden, Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsabstände und Erhaltung der Funktion bzw. der Gliedmaße) unter Einbeziehung modernster plastisch-chirurgischer und unfallchirurgisch-/ orthopädischer Techniken, insbesondere:

  • Durchführung komplexer Resektionen (Tumorentfernung)
  • Entfernung von kombinierten Weichgewebe- und Knochentumoren
  • Entfernung und Rekonstruktion von Blutgefäßen
  • Entfernung von Organ- oder Körperregionen übergreifenden Tumoren
  • Multisegmentale Stabilisierungen an der Wirbelsäule und am Becken
  • Isolierte Extremitätenperfusion mit TNF-alpha und Melphalan (regionale Chemotherapie) zur Devitalisierung von Extremitätentumoren im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes
  • Rekonstruktion mit lokalen- und mikrochirurgisch transplantierten Lappenplastiken
  • Rekonstruktion von Knochen durch Eigengewebe, mikrochirurgische Knochenverpflanzung, Segmenttransport (z.B. Ilisarow), Fremdknochen oder mit modernen, modularen Tumorendoprothesen,
  • Im Falle einer notwendigen Amputation: stumpferhaltende und stumpfverlängernde Maßnahmen mit Lappenplastiken, Knochensegmentersatz bis hin zur Umkehrplastik (Borggreve-Plastik)
  • Resektionen von Tumoren der Brust- und Bauchwand sowie des Retroperiotonealraumes (hinterer Bauchraum und Beckenbereich)
  • Resektion von Sarkomen und GIST des Bauchraumes und im Magen-Darm-Bereich
  • Behandlung von Lebermetastasen

Behandlung von postoperativen- und Spätkomplikationen:

  • Wundheilungsstörungen nach multimodaler Therapie
  • Prothesenaustausch und Weichgewebsersatz
  • Bestrahlungsfolgen
  • Verhinderung von Amputationen bei Tumorrezidiv oder bei Therapiefolgen

Sondersprechstunde für Langzeitüberlebende nach Sarkom Erkrankungen (> 10 Jahre)

Interdisziplinarität:

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Schwerpunktabteilungen am Westdeutschen Tumorzentrum (Onkologie, Strahlentherapie / Protonentherapie, Radiologie, Nuklearmedizin, Dermatologie, Kinderklinik, Neurochirurgie, Thoraxchirurgie, Schmerztherapie, psychoonkologische Betreuung)
  • Integration in die operativen Therapie-Protokolle u.a. der CWS, EWING und COSS –Studien
  • Enge Zusammenarbeit mit den Patientenorganisationen (u.a. Das Lebenshaus, SOS-Desmoid)