Über das Zentrum für Urbane Epidemiologie (CUE)


Ein Forschungsschwerpunkt von Cue ist die komplexe Verflechtung urbaner Systeme und den Gesundheitschancen und -risiken der Bewohner. Basis hierfür ist die seit 10 Jahren laufende, bevölkerungsbasierte Heinz Nixdorf Recall Kohortenstudie mit 4.814 Probanden aus 3 Städten der Metropolregion Ruhrgebiet. Die Datenbasis, die klinische, soziale und umweltbezogene Angaben umfasst, soll mit einer sozial-, und stadträumlichen Analyse des Wohnumfelds der Probanden verbunden werden.

 

 

 

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt wird in der Untersuchung der direkten und indirekten gesundheitlichen Auswirkungen des Emscher-Umbaus liegen. Dieses größte Infrastrukturprojekt Europas zielt auf die Rekonstruktion eines 80 Kilometer langen offenen Abwasserkanals (der Emscher) zu einem renaturierten naturnahen Fließgewässer. Die als Generationenprojekt bezeichnete Renaturierung umfasst technische, soziale, kulturelle, politische, wirtschaftliche, baulich-räumliche und umweltbezogene Aspekte. Dieses real life-Projekt eignet sich als exzellentes Beispiel, um die komplexe Struktur des urbanen Umfelds in einem praxis-orientiertem Ansatz unter Einbeziehung zentraler regionaler Akteure zu untersuchen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild und Verständnis der Zusammenhänge zwischen urbanen Rahmenbedingungen und Gesundheit zu entwickeln.