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Willkommen beim Institut für Urban Public Health (InUPH)


Nach dem wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale 2016 wird der derzeit zu beobachtende „Umzug der Menschheit“ in die Städte „der wirkungsmächtigste Prozess sozialen Wandels im 21. Jahrhundert werden.“  Deshalb müssen die Städte in nachhaltige, gesunde und gerechte Orte transformiert werden. Die Visionen für eine nachhaltige Entwicklung zielen dabei nicht nur auf wirtschaftliche Erfolge, sondern auch auf Gesundheit, soziale Integration, Lebens- und Umweltqualität.

 

Voraussetzung für Gesundheit der Bevölkerung ist ein Paradigmenwechsel von Krankheitsbekämpfung zu Gesundheitsförderung durch Stärkung von Ressourcen und Potenzialen für ein gesundes Leben in Städten, eine Verankerung von Gesundheitsförderung durch sektorübergreifende Stadtplanung bzw. -entwicklung sowie eine Förderung der Gesundheits-kompetenz der Stadtbevölkerung.

 

Urban Public Health verstehen wir als eine konzeptionelle und methodische Erweiterung des Forschungs-, Praxis- und Politikfeldes Public Health, insbesondere durch die Ergänzung des Primats der Nachhaltigkeit und umweltbezogene gesundheitliche Ungleichheit. Damit zielt Urban Public Health proaktiv auf die Gesundheit von Populationen, Vermeidung von Krankheiten, Verlängerung von Leben und die Förderung von Gesundheit unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Eigenschaften urbaner Systeme. Urban Public Health ist ein genuin inter- und transdisziplinäres Forschungs- und Handlungsfeld.

 

Vor diesem Hintergrund wurde im Mai 2020 das bereits etablierte Zentrum für Urbane Epidemiologie als neues Institut für Urban Public Health (InUPH) am Universitätsklinikum Essen als wissenschaftliche Einrichtung eröffnet.

 

Die Leitidee von InUPH basiert auf den normativen Vorgaben der Agenda 21, der Ottawa-Charta, den UN Nachhaltigkeitszielen und UN Habitat und damit explizit auf der Triade Ökologie, Soziales und Ökonomie.

 

Das Institut will auf die positiven, salutogenen Faktoren urbaner Systeme fokussieren, d. h. auf solche Faktoren, die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit ermöglichen und unterstützen: räumliche, politische, soziale und ökologische Merkmale der Stadt – jeweils mit Blick auf spezifische Bevölkerungsgruppen bezogen auf Alter, Geschlecht, Soziodemographie, Migration, Arbeit, Krankheit.

 

Unsere Forschungsperspektiven:

 

  • Urban Public Health als transdisziplinäres Forschungsfeld systematisch anlegen und weiter ausbauen,
  • lebensweltliche Probleme durch evidenzbasierte und methodisch abgesicherte Lösungsbeiträge aus Wissenschaft, Politik und Planung adressieren,
  • Urban Public Health als ein politisch-planerisches Problem unter Einbezug von Gesundheit verhandeln.

 

Das Institut für Urban Public Health bearbeitet integrativ die Themenbereich Urbane Epidemiologie, Urban Public Health Regional und Urban Public Health International. Während Urbane Epidemiologie die Verteilung von Gesundheit und Krankheit in Populationen bzw. Populationsgruppen sowie Determinanten von Gesundheit in urbanen Räumen untersucht, fokussiert die Arbeitsgruppe Urban Public Health Regional auf die gesundheitsförderliche Quartiersentwicklung im Dialog mit den Emscherkommunen und weiteren gesellschaftlichen Akteuren aus der Praxis. Themenschwerpunkte von Urban Public Health International sind die Analyse von Perspektiven und Maßnahmen für eine gesundheitsfördernde und ökologisch tragfähige Stadtentwicklung.

 

Auf unserer Homepage wollen wir Sie u.a. über Projekte, MitarbeiterInnen und Publikationen informieren. Auf der rechten Seite werden Sie zudem über Neuigkeiten informiert.