Schlafbezogene Atmungsstörungen

Etwa die Hälfte der Bevölkerung schnarcht mehr oder weniger häufig. Hierbei sind Männer häufiger betroffen als Frauen und die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Lebensalter. Auch wenn das Schnarchen alleine keine medizinische Gefährdung und damit keine Krankheit im engeren Sinne darstellt, sind viele Betroffene bzw. ihre Umgebung doch erheblich belastet.

Die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) hingegen zeichnet sich zusätzlich zu dem auch hier vorhandenen Schnarchen durch Unregelmäßigkeiten in der Atmung bis hin zum wiederkehrenden kompletten Atemwegskollaps aus. Hierdurch kommt es zu einer Unterbrechung der natürlichen Schlafstruktur, die mit nicht-erholsamem Schlaf, Tagesschläfrigkeit und einer erheblichen Belastung des Herz-Kreislauf-Systems verbunden ist. Das Risiko für zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in der Folge erhöht, wenn eine Schlafapnoe vorliegt. Von der obstruktiven Schlafapnoe sind etwa 8% der männlichen und 4% der weiblichen erwachsenen Bevölkerung betroffen, wobei die Erkrankung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Grund hierfür ist die zunehmende Verbreitung des Übergewichts, die nicht nur beim Schnarchen, sondern auch bei der obstruktiven Schlafapnoe den wichtigsten Risikofaktor darstellt.

Die Klinik bietet für Patienten, die aufgrund ihres Schnarchens oder einer gesicherten oder vermuteten Schlafapnoe ärztliche Hilfe suchen, entsprechende diagnostische Maßnahmen an. Diese reichen von einer schlafmedizinischen Anamnese und körperlichen Untersuchung bis zu ambulanten schlafmedizinischen Untersuchungsverfahren (Polygraphie) und endoskopischen Untersuchungen des oberen Atemweges im Medikamenten-induzierten Schlaf. Die Zusammenarbeit mit stationären Schlaflaboren in der Umgebung ermöglicht im Bedarfsfall weitere Untersuchungen.

Für Patienten, die eine Therapie ihres Schnarchens wünschen oder eine Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe suchen, bietet die Klinik entsprechende Beratungen an. Während die Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe mit einer Atemtherapie (CPAP-Therapie oder CPAP-„Maske“) der Schwerpunkt der stationären Schlaflabore darstellt, bietet die HNO-Klinik zahlreiche Alternativen hierzu an, die im individuellen Fall sinnvoll sein können. Diese beinhalten auch operative Eingriffe am oberen Atemweg, die bei entsprechenden Voraussetzungen individuell angeboten werden können. Die Zusammenarbeit mit zahnärztlich tätigen Schlafmedizinern ermöglicht darüber hinaus auch die Versorgung mit entsprechenden Zahnschienen-Systemen.

 

Die schlafmedizinische Sprechstunde findet unter der Leitung Herrn Dr. Wessolleck statt. Terminvereinbarungen hierzu sind über die HNO-Poliklinik, Tel. 0201-723-2386, möglich.

 

Weitere Informationen zu den o. g. Themen können Sie auch über die jeweiligen Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) erhalten, die als Online-Versionen im Internet unter www.dgsm.de abrufbar sind.