Durch Veränderungen der Gefäßwand (Arteriosklerose, angeborene Schwäche des Bindegewebes oder Verletzung durch einen Unfall usw.) kann es zu einer Ausweitung der Brustschlagader (Aorta), zum sogenannten thorakalen Aortenaneurysma führen.

Aus mehreren Gründen ist das thorakale Aortenaneurysma sehr gefährlich. Die Wand des Aneurysmas ist oft dünn und kann plötzlich einreißen und platzen, eine lebensbedrohliche Verblutung ist die Folge. Blutgerinnsel können aus der Ausweitung ausgeschwemmt werden und andere Schlagadern verschliessen. Die operative Beseitigung des Aortenaneurysmas kann diese Gefahren vermeiden.

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Die Aortensprechstunde zur Beurteilung von Erkrankungen der Brustschlagader findet nach Terminvereinbarung (0201 – 7234913) jeden Mittwoch statt.

Ziel der Operation ist es, die Ausweitung der Brustschlagader durch eine Kunststoffprothese zu überbrücken. Ob bei Ihnen eine Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt – eventuell mit Herunterkühlen (Hypothermie) und Kreislaufstillstand – wird im Einzelfall entschieden. Als Zugang wird der Brustkorb durch einen Schnitt auf der linken Seite (bei Erkrankung der absteigenden Aorta) oder vorne mit Durchtrennen des Brustbeins der Länge nach (bei Erkrankung der aufsteigenden Aorta oder des Aortenbogens) eröffnet.
Eine besondere Problematik stellen diese Erkrankungen mit der Beteiligung des Aortenbogens wegen der hier abgehenden Hirnarterien dar. Der sog. Aortenbogenersatz wird zum Schutz des Gehirns mit tiefer Unterkühlung und selektiver Kopfperfusion über die Halsschlagader durchgeführt, was die Sicherheit des Patienten deutlich erhöht und die notwendige Kreislaufunterbrechung auf das Notwendigste reduziert.

Behandlung ohne Brustkorböffnung

In einigen Fällen, wenn die Erkrankung die absteigende Aorta betrifft, wird dies durch das Setzen einer sog. Stentprothese erreicht. Dies ist eine neue, schonende Behandlungsmethode, bei der eine spezielle, gerüstete Prothese ohne Brustkorberöffnung durch eine Leistenarterie vorgeschoben und in dem betroffenen Aortenabschnitt entfaltet wird. Dies wird in Zusammenarbeit mit unseren Kardiologen durchgeführt.