Lymphozytentransformationstest (LTT)-Mitogen und LTT-Antigen / MLC-Labor (Tel.: 4209)


Bedeutung und Prinzip:

Der Lymphozytentransformationstest (LTT) dient der Überprüfung der zellulären in-vitro Immunität. Er prüft die Funktion der T-Zellen sowie die Interaktion von T-Zellen und Antigen-präsentierenden Zellen. Grund für die Untersuchung kann die Abklärung eines zellulären Immundefektes, der Nachweis einer zellulären Immunität gegenüber einem bestimmten spezifischen Antigen (z. B. zum Nachweis eines Impferfolges) sowie ein Monitoring der zellulären Immunität nach Knochenmark- oder Stammzell-Transplantation oder bei HIV-Infektion sein. Insbesondere gehäufte Virusinfekte lassen eine Störung der Lymphozytenfunktion vermuten, so dass hier zur Abklärung ein LTT weiterhilft.

 

Es gibt bei uns zwei verschiedene Ansätze: Beim LTT-Mitogen wird in einer 4-Tage-Kultur die Reaktion gegenüber den Mitogenen Phythämagglutinin (PHA), Concanavalin A (ConA), Pokeweed-Mitogen (PWM) und anti-CD3 (OKT3) geprüft. Beim LTT-Antigen wird die Reaktion gegenüber spezifischen Recall-Antigenen in einer 6-Tage-Kultur bestimmt. Im Standardansatz werden 12 weit verbreitete Antigene (Tuberkulin, Tetanus Toxoid, Diphtherie Toxoid, Candida albicans, CMV, HSV-Typ 1, VZV, Mumps, Masern, Rubella, Influenza-A und -B) eingesetzt. Der LTT-Antigen wird nur nach telefonischer Rücksprache oder bei einer speziellen Fragestellung durchgeführt. Das gleiche gilt auch für einen LTT gegenüber Hepatitis B-Antigen.

 

Untersuchungsmaterial:

20 ml Heparinblut (blaue Monovette)

Bei Kindern kann die Blutmenge in Abhängigkeit von der Lymphozytenzahl reduziert werden. Wird nur der LTT-Mitogen durchgeführt, reichen bei ihnen meist 1-2 ml Blut.

 

Referenzwerte:

werden beim Befund mit angegeben

Die Referenzwerte wurden von uns anhand von 387 gesunden Probanden etabliert.

 

Besonderheit:

Die Proben müssen spätestens 24 h nach Entnahme im Labor ankommen und bei Raumtemperatur gelagert werden.