Transplantationsdiagnostik


Zur Vorbereitung vor Blutstammzell- und Organtransplantation werden bei potentiellen Spendern und Empfängern die sog. Haupt-Histokompatibilitätsantigene (Human Leukocyte Antigens, HLA) bestimmt. Diese Gewebemerkmale sind entscheidend für die Erkennung von Selbst und Fremd.

 

Insbesondere bei der Blutstammzelltransplantation ist eine Übereinstimmung der HLA-Merkmale von großer Wichtigkeit, damit das Risiko der Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit, einer der bedeutendsten Transplantations-Komplikationen, minimiert wird. 

 

Im Bereich der Organtransplantation sind neben den HLA-Merkmalen selbst Antikörper gegen HLA-Merkmale von Bedeutung, da diese mit Abstoßungsreaktionen assoziiert sind. Derzeit werden die Zentren Bochum, Essen und Münster sowie für die Nierenlebendtransplantation das Zentrum Düsseldorf von uns versorgt.

 

 

Die Untersuchung auf HLA-Klasse I Antigene und HLA-Antikörper erfolgt besonders im HLA-Labor, die auf HLA-Klasse II Antigene im DNA-Labor. Ferner gibt es am Institut für Transfusionsmedizin ein Büro, das Suchen nach unverwandten Blutstammzellspendern (Unrelated Marrow Donor Search, UMDS) durchführt.

 

Darüber hinaus wird die Funktion von Immunzellen bei Transplantierten gemessen, um beispielweise ein Risiko für Abstoßungen frühzeitig zu erkennen, die Immunrekonstitution nach Transplantation zu quantifizieren oder einen Immuntransfer durch Transplantation nachzuweisen (Zellfunktions-Labore).

 

 

Gesetzliche Neuregelung zur Organspende