Initiative Qualitätsmedizin (IQM)


Routinedaten, Transparenz, Peer Review - für die bestmögliche medizinische Behandlungsqualität

Das Universitätsklinikum Essen ist Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) IQM ist eine trägerübergreifende Initiative, offen für alle Krankenhäuser aus Deutschland und der Schweiz. Das Ziel ist, medizinische Behandlungsqualität im Krankenhaus für alle Patienten zu verbessern. Der gemeinsame Handlungskonsens der Mitglieder besteht aus folgenden drei Grundsätzen:

  • Qualitätsmessung mit Indikatoren auf Basis von Routinedaten
  • Transparenz der Ergebnisse durch deren Veröffentlichung
  • Qualitätsverbesserung durch Peer Reviews

Damit gehen wir freiwillig weit über die bestehenden gesetzlichen Anforderungen zur Qualitätssicherung hinaus und setzen im Interesse bester Medizin und größtmöglicher Patientensicherheit Maßstäbe. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Information der Öffentlichkeit über die medizinischen Qualitätsergebnisse.

IQM Qualitätsergebnisse des Universitätsklinikum Essen Gesamtjahr 2018

Videogestützte Patientenkommunikation


Patientenvideos verbessern Arzt-Patienten-Kommunikation

Hier können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Beispielvideo ansehen.

 

Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist ein zentraler Faktor der Patientenzufriedenheit und gleichzeitig ein Bereich mit erheblichem Verbesserungspotential. Um dieser generellen Herausforderung im Behandlungsprozess zu begegnen, entwickelte die Stabsstelle Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement des UK Essen mit dem Videoportal „Dr. med. Johannes Wimmer“ und dem Picker Institut ein innovatives Pilotprojekt. Bei diesem Projekt wurden in der Inneren Klinik (Tumorforschung) und in der Klinik für Dermatologie jeweils einer Gruppe von Patienten vor dem Arztgespräch Filme zu unterschiedlichen aufklärungs- und sicherheitsrelevanten Themen, wie beispielsweise zum Aufnahmeverfahren, zur OP-Aufklärung oder zum Entlassungsgespräch gezeigt. Die Parallelgruppe sah die Videos nicht. Die Filme wurden von Dr. med. Johannes Wimmer gedreht und für dieses Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Nach einer Testphase wurden die subjektiven Erfahrungen und Eindrücke der beiden Gruppen in einer Picker-Patientenbefragung mit dem gleichen, validierten Fragebogen evaluiert.

Die Ergebnisse der Gruppe, in der die Arzt-Patienten-Kommunikation durch die Videosequenzen unterstützt wurde, waren deutlich positiver als in der Kontrollgruppe. Besonders im Aufnahmeverfahren, in der Information und Aufklärung über die Operation sowie die Vorbereitung auf die Entlassung machte die Videogruppe positivere Erfahrungen und fühlte sich insgesamt besser informiert. Auch wenn die Maßnahme keinen Ersatz für die persönliche Kommunikation mit dem Arzt darstellt, konnten die Ergebnisse belegen, dass die Nutzung vorhandener IT-Infrastruktur und Medien auf kostengünstige Weise dazu beitragen können, die Patienten auf das Arztgespräch vorzubereiten. Dies führt letztlich nicht nur zu besser informierten Patienten sondern auch zu höherer Zufriedenheit der behandelnden Ärzte mit dem Patientengespräch.

Bei Fragen zum Pilotprojekt wenden Sie sich gerne an Herrn Oliver Steidle aus der Stabsstelle Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement, oliver.steidle@uk-essen.de, Tel. 1496.