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Forschung


Die Klinik für Nuklearmedizin der Universität-Essen bietet ein breites Spektrum an Forschungsmöglichkeiten an. Ein Schwerpunkt ist dabei auf die PET-Forschung gelegt. Neben der Erstellung von effektiven Untersuchungsprotokollen für die verschiedensten Indikationen, ist der Fokus auf die Onkologie gelegt.
Im PET-Zentrum sind zurzeit ein PET, ein PET/CT sowie ein mCT und ein mMR (Ganzkörper-PET/MRT) der Firma Siemens im Betrieb. Weitere Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenkarzinomen sowie die Radiopeptidtherapie von Leber- und neuroendokrinen Tumoren. Die Klinik für Nuklearmedizin verfügt über eine eigene Radiochemie/-pharmazie mit zwei Zyklotrons für die Produktion von z.B. F-18-FDG oder I-124.

Schilddrüsenkarzinome


Die Klinik für Nuklearmedizin Essen betreut eine überdurchschnittliche Zahl an Schilddrüsenkarzinompatienten die als „high-risk“-Patienten eingestuft werden. Insbesondere die Dosimetrie bei den „high-risk“-Patienten erfolgt nach einem individuell angepassten Prinzip. Diese individuelle Dosimetrie erfolgt nach einem eigens entwickelten Protokoll. Die Patienten bekommen dabei oral 124-I, anschließend werden nach 1- und 5-Tagen PET/CT-Aufnahmen sowie zusätzlich ein FDG-PET/CT (ggf. zusätzlich PET/MRT) angefertigt. Das Ziel ist zum Einen die Kinetik des Jodes in den Jod-positiven Läsionen zu quantifizieren, zum Anderen will man mit dem FDG-PET/CT jod-negative Läsionen identifizieren. Die so gewonnen Informationen werden verwendet, um nicht nur eine individuelle Therapieaktivität zu kalkulieren, sondern auch ein individuelles Therapiekonzept zu erstellen.

Lebertumore


Bei malignen Lebertumoren und bestimmten Leberfiliae, die hyperperfundiert sind, wird in der Klinik für Nuklearmedizin Essen als interdisziplinärer Partner im Lebertumor-Centrum Essen eine selektive intraarterielle Strahlentherapie (SIRT) durchgeführt. Für weitere Informationen siehe:
https://www.uk-essen.de/nuklearmedizin/fuer-patienten


Neuroendokrine-Tumore

 

Bei neuroendokrinen Tumoren wird in der Klinik für Nuklearmedizin Essen eine Yttrium-90-DOTATOC-Therapie durchgeführt. Für weitere Informationen siehe:
https://www.uk-essen.de/nuklearmedizin/fuer-patienten


Onkologie


Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Diagnostik ist die Onkologie. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Kliniken. Das PET/CT wird vor allem beim initialen Staging eingesetzt. Zunehmend wird das PET/CT auch beim frühen therapeutischen Monitoring eingesetzt. Zur Evaluierung der PET/CT und PET/MRT werden hier mehrere klinische Studien bei verschiedenen Tumorentitäten durchgeführt. Eine Auswahl der Indikationen, die Gegenstand der Forschung sind, ist nachfolgend aufgeführt:

  • Mamma-CA
  • Lymphome
  • Bronchial-CA
  • Prostata-CA
  • Malignes Melanom
  • GIST
  • Kolorektale-Karzinome
  • Nierenzell-Karzinome
  • Ovarial-Karzinome
  • Seminome
  • HCC, CCC
  • HNO-Tumore
  • Neuroendokrine Tumore