Was ist Epigenetik?


Vor mehr als 60 Jahren hat der britische Biologe Conrad Hal Waddington genetische Konzepte in die Embryologie eingeführt und das Gebiet der Epigenetik gegründet. Er definierte das neue Fachgebiet wie folgt: „Epigenetics … studies the causal interactions between genes and their products which bring the phenotype into being.“ Aus epigenetischer Sicht verläuft Entwicklung durch eine Reihe metastabiler Zustände, die auf selbst-pertuierenden Strukturen, autoregulatorischen feedback loops diffusionsfähiger Faktoren sowie Chromatinmarkierungen beruhen. Die Metastabilität dieser Zustände erklärt, warum Entwicklung sowohl kanalisiert als auch plastisch ist.
Die epigenetische Forschung an unserem Institut beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Rolle der DNA-Methylierung bei normalen und gestörten epigenetischen Prozessen, wie z.B. dem genomischen Imprinting und der Expression von Tumorsuppressorgenen.