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Neurochirurgische Intensivstation


Die neurochirurgische Intensivstation befindet sich auf der Ebene A3 im operativen Zentrum II (OZ II). Wir betreuen auf unserer Intensivstation rund um die Uhr Patienten nach größeren Eingriffen (Gefäßmalformationen, Hirntumore, Hirnblutungen) und Verletzungen des Kopfes (Schädelhirntrauma) sowie des Rückenmarks. Die neurochirurgische Intensivstation verfügt über 10 Beatmungsplätze, zusätzlich besteht die Möglichkeit 4 Patienten auf der anästhesiologischen Intensivstation zu betreuen sowie vier Patienten auf der neurologisch konservativen Intensivstation, so dass insgesamt 18 Intensivbetten zu Verfügung stehen. Traumatologische Patienten werden zudem teilweise auch auf der Unfallchirurgie betreut und von unserer Klinik konsiliarisch mit versorgt. Das Team der NC-Intensivstation setzt sich aus einem verantwortlichen Oberarzt, zwei Assistenzärzten und jeweils mindestens vier Pflegekräften, die im Schichtdienst arbeiten, zusammen. Ergänzt wird das Team durch 2 Physiotherapeuten, 4 Reinigungskräfte und eine Teamassistentin. In der Nacht wird die Versorgung durch vier Pflegekräfte und einen erfahrenen Arzt sichergestellt. Insgesamt arbeitet auf der Intensivstation ein Team von 30 examinierten Pflegekräften unter der kommissarischen Leitung von Sr. Sermin Sahin. Ein Großteil des Teams verfügt über die Fachweiterbildung „Anästhesie und Intensivmedizin“. Wir versorgen in zwei Einzelzimmern und vier Doppelzimmern bis zu 10 Patienten. Diese Zimmer sind mit speziellen Monitoren und Geräten ausgestattet, die zu Beginn auf Angehörige und Patienten beunruhigend und beängstigend wirken können. Die optischen und akustischen Signalfunktionen helfen jedoch den Ärzten und Pflegekräften, die Patienten kontinuierlich und sicher zu überwachen. Kinder unter 14 Jahren sollten zu ihrem eigenen Schutz die Intensivstation nicht betreten. Sie erreichen uns jederzeit unter der Nummer (0201) 723 1243.

 

Die neurochirurgische Intensivtherapie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Neurochirurgie. Im Folgenden wollen wir nun einige Geräte und die dahinterstehenden Behandlungsprinzipien auf unserer Station vorstellen, die für nahezu alle Patienten gelten:

 

Überwachungsmonitor: 

Der Monitor gibt uns beständig Auskunft über die Funktion des Herzens und der Lunge, den Organen, die eine unabdingbare Voraussetzung für unser Leben sind, deshalb werden diese Funktionen auch als Vitalfunktionen bezeichnet.

Auf dem Überwachungs- monitor werden bis zu acht Parameter angezeigt, alle Parameter sind über Alarme abgesichert. Das Team kann die einzelnen Alarme in ihrer Wichtigkeit bereits vom Geräusch her unterscheiden und entsprechend darauf reagieren.

 

Perfusoren und Infusomaten:

Über diese Geräte werden Medikamente, aber auch Infusionslösungen sehr gleichmäßig über große Venenzugänge (meist über einen zentralen Venenverweilkatheter (ZVK)) in den Körper gespritzt. Die Infusionslösungen ersetzen die Nahrung und Flüssigkeit, die wir normalerweise über das Essen und Trinken aufnehmen. Sobald der Patient wieder Selbstständigkeit erlangt, wird diese Unterstützung zurückgenommen.

 

Beatmungsgerät:

Neben den Monitoren ist das Beatmungsgerät der wichtigste Apparat auf unserer Station. Viele Patienten, deren Gehirn beeinträchtigt ist, müssen künstlich beatmet werden. Das Beatmungsgerät (auch Respirator genannt) versorgt über einen Schlauch (Tubus), der im Mund, der Nase oder direkt in der Luftröhre liegt, den Patienten mit Sauerstoff. Da der Tubus zwischen den Stimmbändern liegt, kann der Patient nicht sprechen. In regelmäßigen Abständen muss Schleim aus der Luftröhre und aus dem Mund abgesaugt werden. Wenngleich dies für die Patienten unangenehm ist, müssen wir es zwingend regelmäßig tun.