Berufsbild


Medizinische Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik (MT-L) führen selbstständig und eigenverantwortlich laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durch. Ärzte benötigen diese für die Diagnostik von Krankheiten, deren Therapie und Vorsorge. Ca. 70 % aller Diagnosen werden auf der Grundlage der laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen gestellt.

Die Aufgabengebiete der/des MT-L sind sehr breit gefächert. Es gibt vier große Fachgebiete, die sich nochmals in spezielle Fachteile untergliedern. Der Teilbereich Molekularbiologie wird immer mehr etabliert (z. B. PCR-Nachweis) und findet sich in jedem der vier Fachgebiete wieder.

Ein/e MT-L führt laboratoriumsmedizinische Untersuchungen mit verschiedensten Analysetechniken durch, die von einfachen Tests bis zu hochkomplexen molekularbiologischen Untersuchungsgängen reichen.

 

Ein vielseitiger Beruf, der Spezialisierung erfordert!

 

Die Berufsausübung erfolgt in den folgenden Fachbereichen:

 

Hämatologie

Die Hämatologie beschäftigt sich mit der Erkennung und Verlaufskontrolle von Erkrankungen der roten und weißen Blutzellen sowie den Blutstillungsmechanismen. Auch die Bestimmung der Blutgruppen zur Vorbereitung einer Bluttransfusion gehört in diesen Fachbereich. 

Histologie/Zytologie

Im Bereich der Histologie/Zytologie werden Körpergewebe (meist Gewebe, das bei Operationen entnommen wurde) oder Zellen  für mikroskopische Untersuchungen präpariert und mit unterschiedlichen Methoden kontrastreich dargestellt. Dies dient der Vorbereitung der pathologischen/zytopathologischen Diagnosestellung. Ein zytologischer Schwerpunkt ist das Screening von Präparaten der gynäkologischen Kebsvorsorge.

Klinische Chemie

Die Klinische Chemie umfasst die Anwendung chemisch-analytischer Methoden zur  Diagnose, Therapie, Verlaufskontrolle und Vorbeugung von Krankheiten. Als  Untersuchungsmaterial dient hauptsächlich Blutflüssigkeit und Urin. Ein spezielles  Gebiet ist das Drogenscreening.

Mikrobiologie 

Die medizinische Mikrobiologie ist die Lehre von den Ursachen menschlicher Infektionskrankheiten, die durch pathogene (Krankheiten erzeugende)  Mikroorganismen hervorgerufen werden. Dazu zählen Bakterien, Pilze, Protozoen  und Viren.Mit verschiedenen Methoden erfolgt der Nachweis dieser Mikroorganismen im Labor.

Molekularbiologie

Die molekulare Diagnostik ermöglicht eine rasche und spezifische Diagnosestellung. Sie ist in jedem o. g. Fachbereich vertreten. Innerhalb der medizinischen Mikrobiologie z. B. werden für den Nachweis von Viren, Bakterien und Pilzen vor allem Polymerase-Kettenreaktion Techniken (PCR) eingesetzt.

 

Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung

Ein aktiver Berufsverband, der DVTA - Dachverband für Technologen/innen und Analytiker/innen in der Medizin Deutschland e.V. ermöglicht die berufsbegleitende  Weiterbildung 

  • zur Fachassistentin/zum Fachassistenten in einem der o. g. Fachbereiche 
  • zur/zum leitenden MTLA
  • zur Fachlehrerin/zum Fachlehrer an einer MTLA-Schule