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27.07.2018
Entlastungen am UK Essen: Gesprächs-Abbruch durch ver.di "bedauerlich und unverständlich"

Überrascht und sehr enttäuscht hat der Vorstand der Universitätsmedizin Essen zur Kenntnis genommen, dass die Gewerkschaft ver.di am Donnerstagabend, 26. Juli 2018, die laufenden Gespräche über Entlastungen für die Beschäftigten am Universitätsklinikum Essen vor dem letzten Termin vorzeitig abgebrochen hat. Ver.di hat zudem ab Montag, 30. Juli 2018, wieder zum Warnstreik am Universitätsklinikum Essen aufgerufen.

„Wir hatten in den ersten vier Terminen schon vieles auf den Weg gebracht und waren in den definierten Bereichen ziemlich weit. Eine Einigung schien greifbar nah“, sagt Andrea Schmidt-Rumposch, die als Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Essen an den Gesprächen teilgenommen hatte. „Es ist bedauerlich und unverständlich, dass ver.di die Gespräche zu diesem Zeitpunkt vorzeitig abbricht, selbst den Termin am heutigen Freitag nicht wahrnehmen will, den ver.di zu Beginn der Gespräche ausdrücklich gefordert hatte, und jetzt erneut zum Warnstreikt aufruft“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen. „Wir stehen für weitere Verhandlungen mit ver.di über Entlastungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit und haben alle geforderten Unterlagen und Zahlen zum vereinbarten Termin vorgelegt“, so Prof. Dr. Jochen A. Werner weiter.

Vertreter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), der Universitätskliniken Essen und Düsseldorf, des Arbeitgeberverbands des Landes Nordrhein-Westfalen sowie ver.di hatten an vier Terminen über eine Vereinbarung „Entlastung“ gesprochen. Vorbild, so hatten sich beide Seiten vorab geeinigt, ist eine Entlastungs-Vereinbarung aus Baden-Württemberg, die ver.di mit den dortigen Arbeitgebervertretern ausgehandelt hatte. An den vier Uniklinika in Baden-Württemberg wurden dabei unter anderem 120 neue Pflegekräfte eingestellt, konkret zwischen 20 und 40 pro Standort. „Allein für das Universitätsklinikum Essen hat ver.di in den Gesprächen jetzt als Sofortmaßnahme 200 neue Pflegekräfte gefordert“, erklärt Pflegedirektorin Andrea Schmidt-Rumposch.

In den weiteren Themenbereichen Personalbemessungsverfahren, betroffene Organisationsbereiche, definierte Sollzahlen und Ausfallmanagement hatte man in den Gesprächen weitgehende Einigung erzielt. Über die Anzahl der zusätzlichen Pflegekräfte sollte am heutigen Freitag gesprochen werden.

Der Vorstand der Universitätsmedizin Essen und ver.di haben für Montag, 30. Juli, und Dienstag, 31. Juli, eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Für Patientinnen, Patienten und Angehörige wird das Universitätsklinikum Essen an den Streiktagen erneut eine Telefon-Hotline einrichten. Dort werden Anfragen beantwortet. Die Hotline (0201) 723–6555 ist ab Montag von 7 bis 18 Uhr besetzt.

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Thorsten Schabelon

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