Drucken - Print
04.04.2018
„Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern“

Uniklinikum Essen und Schulen kooperieren

„Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern“, heißt ein für Essen neues wie innovatives Kooperationsprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler von Fachmedizinern frühzeitig in den Bereichen Prävention und Notfallmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschult werden. Die Auftakt-Veranstaltung fand mit 80 Schülerinnen und Schülern im Robert-Schmidt-Berufskolleg im Südostviertel statt.

Deshalb werden Ärzte des Universitätsklinikums  Essen künftig einmal pro Jahr verschiedene Berufskollegs der Stadt Essen besuchen und dort jeweils 60 bis 80 Schülerinnen und Schüler in einstündigen, auf die Zielgruppe zugeschnittenen Workshops aus Vorträgen, Filmen und Praxisarbeit zum Thema „Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern“ in Prävention und Notfallmaßnahmen schulen. Sollte sich das Konzept bewähren, könnte es auf weitere weiterführende Schulen in Essen ausgedehnt werden.

„Wir sind überzeugt, durch das Projekt das Gesundheitsbewusstsein bei Schülerinnen und Schülern deutlich zu stärken. Die Vermittlung von Kompetenzen hilft, in Notfallsituationen mit deutlich größerem Selbstvertrauen zu handeln“, ist Dr. Anneliese Rauhut, Lehrerin am Robert-Schmidt-Berufskolleg und Projekt-Koordinatorin, sicher. „Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler etwas für den Alltag mitnehmen und im Notfall richtig handeln und die richtige Notfallnummer rufen. So kann jeder zum Lebensretter werden“, betont Prof. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen. „Wir sehen es als eine der Aufgaben der Universitätsmedizin Essen an, uns für den Gesundheitsstandort Essen und damit in der Stadt und vor Ort zu engagieren“, ergänzt Prof. Dr. Tienush Rassaf, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen. Dr. Anneliese Rauhut, Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz und Prof. Dr. Tienush Rassaf waren beim Auftakt-Workshop in der Aula des Robert-Schmidt-Berufskollegs ebenso vor Ort wie Oberstudiendirektor Uwe Stach, Schulleiter des Robert-Schmidt-Berufskollegs.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und dabei vor allem der Herzinfarkt und der Schlaganfall, sind immer noch die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Die Betroffenen werden dabei immer jünger, auch Kinder und Jugendliche gehören spürbar häufiger zu den Patienten. Wer im Notfall frühzeitig Warnsignale und Symptome erkennt und richtig handelt, kann, egal ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit, Leben retten. Ebenso kann der bewusste Umgang mit Risikofaktoren, wie Bewegungsmangel, Stress oder Rauchen, das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich verringern.

Pressekontakt:


Thorsten Schabelon

Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation, Universitätsklinikum Essen

Tel.: 0201/723-3564

 

Dr. Anneliese Rauhut

Projektkoordinatorin  "Robert-Schmidt-Berufskolleg"

Tel.: 0201/ 472563

Mobil: 0173/ 5110571

Über die Universitätsmedizin Essen

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital. 2017 behandelten unsere 8.200 Beschäftigten fast 72.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Genetik.