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06.07.2011
UK Essen dementiert Fertigstellung des Westdeutschen Protonentherapiezentrums (WPE)

Mit Pressemeldung vom 06.07.2011 hatte die STRIBA Protonentherapiezentrum Essen GmbH erklärt, dass die baulichen Maßnahmen für das auf dem Campus des UK Essen gelegene Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen (WPE) beendet und die medizintechnischen Einrichtungen fertiggestellt seien. Das Zentrum habe die technischen Abschlusstests bestanden und sei damit voll funktionsfähig. Diese Einschätzung teilt die WPE gGmbH, eine Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Essen, nicht. „Wir freuen uns darüber, wenn es Fortschritte bei der Realisierung des Projektes gibt. Die angebliche Fertigstellung als voll funktionsfähiges Zentrum können wir jedoch zu unserem Bedauern nicht bestätigen“, so Prof. Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor des UK Essen und Geschäftsführer der WPE gGmbH.


„Wir sehen uns als Universitätsklinikum verpflichtet, keine Kompromisse bei der Patientensicherheit und der Qualität der Behandlung einzugehen. Bis zur ersten Patientenbehandlung müssen aus unserer Sicht noch zahlreiche bauliche und technische Mängel abgearbeitet werden; noch ausstehende technische Installationen und Bauarbeiten müssen abgeschlossen, die notwendigen Genehmigungen und Zertifizierungen für den klinischen Betrieb vorgelegt werden. Zudem müssen wir uns auch durch eigene Tests davon überzeugen können, dass die vertraglichen Anforderungen umgesetzt wurden, damit wir eine sichere Patientenversorgung gewährleisten können“, erläutert Prof. Eckhard Nagel die Erwartungen der WPE bis zur ersten Patientenbehandlung.


Ungeachtet der noch bestehenden unterschiedlichen Ansichten über die Fertigstellunghofft die WPE gGmbH, gemeinsam mit der STRIBA GmbH das Ziel einer sicheren und effektiven Patientenbehandlung zum nächst möglichen Zeitpunkt realisieren zu können. Denn eigentlich hätte das Zentrum bereits zum Juli 2010 von der STRIBA an die WPE übergeben werden sollen. „Unser Team ist bereit und brennt auf einen Einsatz im WPE“, fasst Reinhold Keil, Kaufmännischer Direktor des UK Essen und Geschäftsführer der WPE gGmbH die Erwartungshaltung der WPE zusammen. „Sobald sich abzeichnet, dass sich das Zentrum in einem Zustand befindet, der in allen Bereichen eine sichere Patientenbehandlung zulässt, werden wir die Öffentlichkeit, die Patienten und auch zuweisende Ärzte rechtzeitig informieren.“