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22.01.2014
Deutschlandweit zweites Wundzentrum am Universitätsklinikum Essen zertifiziert

Einladung zum Wundsymposium am 22. Januar

Essen, 21.01.2014 - Als deutschlandweit zweites Wundzentrum und als erstes in NRW wurde jetzt das Zentrum am Universitätsklinikum Essen nach den Vorgaben der Initiative chronische Wunden e.V. (ICW) sowie der beiden Fachgesellschaften Deutsche Dermatologische Gesellschaft und Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie zertifiziert.

 

"Es kann als gesichert gelten, dass viele der über 60.000 Amputationen, die in Deutschland pro Jahr durchgeführt werden müssen, durch die frühzeitige und standardisierte Wundbehandlung und vor allem durch die Behandlung der Ursachen verhindert werden könnten. Deshalb ist die systematische Abklärung jeder chronischen Wunde so wichtig", erklärt Prof. Dr. Johannes Hoffmann, Sektion Gefäßchirurgie der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie.

 

Geprüft wurden bei der Zertifizierung die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Einrichtung. Nach dem Zufallsprinzip wurden beispielsweise Patientenakten von chronischen Wundpatienten, die ambulant oder stationär am Universitätsklinikum Essen behandelt werden, ausgewählt und im Detail analysiert. Es wurden zusätzlich alle Dokumente, die Kooperationsstruktur der Kliniken und die ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten durch externe Gutachter kontrolliert. Das Essener Wundzentrum erreichte wesentlich mehr als die geforderten 55 Prozent und bestand das Audit sogar mit 85,4 Prozent. 

 

Die stationäre Wundversorgung erfolgt am Universitätsklinikum interprofessionell und interdisziplinär. Speziell geschulte Pflegeexperten für Wunden holen den entsprechenden Spezialisten, ob Gefäßchirurg, Dermatologe, Angiologe, Traumatologe oder Diabetologe gezielt dazu und es wird gemeinsam nach der besten Behandlung für den jeweiligen Patienten gesucht.

 

Die Vorstandsvorsitzende der ICW, Veronika Gerber, wird nach Grußworten des Ärztlichen Direktors und der Pflegedirektorin das Zertifikat während des "Wundsymposiums am Klinikum Essen" übergeben. Dieses findet am 22. Januar im Hörsaal des Operativen Zentrums II ab 15:45 Uhr statt. Danach folgen in einer wissenschaftlichen Vortragsveranstaltung Themen wie "Kompressionsverbände", "Die vaskuläre Wunde: Gemeinsame gefäßmedizinische Behandlung", "Seltene Ursachen für Wunden", "Traumatische Wunden", "Neue Wunddokumentation", "Patientenedukation" oder "Die Wunde bei Diabetes". Die Teilnahme am Symposium, das von 15:45 bis 19 Uhr stattfindet, ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Nähere Informationen:

Ansprechpartner

Prof. Dr. Joachim Dissemond, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Tel. 0201/723 3894

Prof. Dr. Johannes Hoffmann, Sektion Gefäßchirurgie der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Tel. 0201/723 1110

 

Pressekontakt:

Kristina Gronwald

stellv. Pressesprecherin

Tel. 0201/723 3683