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23.09.2013
Leben vor und nach dem Aorteneingriff

Seminar für Ärzte und Patienten lockt viele Interessierte

Essen, 23.09.2013 – Über 250 Patienten und Mediziner trafen sich am Samstag im Westdeutschen Herzzentrum Essen, um sich über Erkrankungen der Hauptschlagader zu informieren. Bei dem Arzt- und Patientenseminar ging es in Vorträgen und Diskussionsrunden vor allem um die Fragen der Betroffenen.

 

Welche Erkrankungen der Aorta gibt es? Wie kann ich vorbeugen und welche Behandlungsmöglichkeiten bietet die moderne Medizin? Und was kann ich als Patient nach einer Operation selbst tun? Diese Fragen durften die zahlreichen Patienten selbst an die Ärzte des Westdeutschen Herzzentrums Essen richten. Abseits der Hektik des klinischen Alltags nahmen sich Kardiologen, Herz- und Gefäßchirurgen Zeit, um mit ihren Patienten und Kollegen über Erkrankungen der Hauptschlagader zu sprechen.

 

Mehr als 250 Interessierte, darunter fast 200 Patienten, folgten ihrer Einladung und machten „Aortic Life 2013“ zu einem spannenden Informationsaustausch. „Besonders freuen wir uns über die vielen Patienten, die zu uns ins Herzzentrum gekommen sind“, betont Prof. Heinz Jakob, Chefarzt der Klinik für Thorax- und Kardiovaskuläre Chirurgie. An Fragen mangelte es Ihnen dabei nicht. „Viele Patienten wissen heute sehr gut über ihre Erkrankungen Bescheid“, erläutert Prof. Jakob weiter, „sie wollen wissen, was genau in ihrem Körper geschieht und worauf sich achten müssen.“

 

Neben Medizinern kamen deshalb vor allem auch Betroffene zu Wort. Eindrucksvoll schilderten sie, wie sich ihr Leben verändert hat und wie ihnen geholfen werden konnte. „Dass Patienten selbst den Mut finden, hier zu vielen Leuten zu sprechen und ihre persönliche Geschichte zu erzählen, hat mich am meisten beeindruckt“, so Jakob. Ergänzend erläuterten Experten von Krankenkassen und Sozialversicherung die Leistungen und Ansprüche, die Patienten geltend machen können.

 

Erkrankungen der Aorta, der Hauptschlagader, nehmen in den westlichen Industrienationen immer mehr zu. Das Westdeutsche Herzzentrum behandelt im Jahr über 400 betroffene Patienten und bildet als Aortenzentrum einen Versorgungsschwerpunkt in der Region.