Drucken - Print
30.11.2012
„Für die Kinderklinik wünsche ich mir…“

Die gesammelten Wünsche wurden heute von Ulrike Müller und Charlotte (3), Paula (5) und Mehmet (12) an den Tannenbaum gehängt, der während der Advents- und Weihnachtszeit unmittelbar neben der Kinderklinik steht

Drei kleine Patienten am Universitätsklinikum Essen weihten heute ihren Wunschbaum für die neue Kinderklinik ein

 

(Essen, 30.11.2012) „Eine Hörbuchsammlung, wenn ich stundenlang liegen muss“, wünscht sich die zwölfjährige Mehtap. Julian, 17 Jahre, möchte, dass möglichst mehrmals im Monat der Zauberer kommt. Und die neunjährige Jenny hätte gerne einen elektrischen Türöffner, damit sie problemlos mit ihrem Rollstuhl durch die Tür gelangen kann. Am Universitätsklinikum Essen entsteht die modernste Kinderklinik Europas. Damit diese vor allem den Kindern und ihren Familien gefällt, hat die Stiftung Universitätsmedizin kleine Patienten befragt. Wer sich engagieren mag, findet ihre großen und kleinen Wünsche am Wunschbaum auf dem Klinikgelände.

 

Die neue Kinderklinik der Metropole Ruhr, die auf dem Gelände des Universitätsklinikums entsteht, wird höchsten medizinischen Standards gerecht werden: Auf 10.000 Quadratmetern und acht Stationen sollen zukünftig alle Disziplinen der Kinderheilkunde und der Kinderchirurgie unter einem Dach vereint und Spezialisten aller Fachrichtungen eng miteinander vernetz werden. „Im Mittelpunkt stehen die Kinder unter umfassender Einbeziehung der Eltern und ihrer Familie in den Heilungsverlauf. Und darum hört man den Kindern in Essen ganz bewusst zu“, erläutert Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Essen.: Denn gerade eine Klinik für Kinder muss vor allem auch ein Ort sein, an dem sich die kleinen Patienten und engsten Angehörigen in einer schwierigen Situation so wohl wie möglich fühlen können. Darum hat man am Universitätsklinikum Essen nun die Kinder, die derzeit als Patienten in Essen sind, gefragt, was sie sich für die neue Kinderklinik wünschen. „Als Betroffene sind sie die wahren Experten für die neue Kinderklinik, die im Essener Universitätsklinikum entstehen wird“, betont Ulrike Müller, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Universitätsmedizin, von der die Aktion ausgeht.

 

Ihre kleineren und größeren Wünsche an eine moderne Kinderklinik haben die jungen Patienten auf Karten in Form von Nikoläusen, Rentieren, Glocken und Teddys geschrieben. Wer noch zu klein zum Schreiben ist, hat gemalt oder sich von den Eltern helfen lassen. Die gesammelten Wünsche wurden heute von Charlotte (3), Paula (5) und Mehmet (12) an den Tannenbaum gehängt, der während der Advents- und Weihnachtszeit unmittelbar neben der Kinderklinik steht. Jeder, der vorbeikommt, kann einen Blick auf den Wunschbaum werfen und auf den Karten sehen, welche Spende benötigt wird, um Kinderwünsche zu erfüllen. „Uns war es wichtig, dass jeder, der spenden und so einen Beitrag für kleinste Patienten leisten möchte, dies auch tun kann. Viele der Wünsche sind darum bereits für sehr wenig Geld zu haben“, erklärt Ulrike Müller. „Und wer sich beteiligt, erhält auf Wunsch selbstverständlich eine Spendenquittung.“

 

In der Vorweihnachtszeit wird es jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 11:30 Uhr und 14:00 Uhr einen Aktionsstand neben dem Wunschbaum geben, der Passanten aufmerksam machen soll. Wer es nicht bis aufs Gelände des Universitätsklinikums schafft, kann unter www.universitaetsmedizin.de auch online einen Blick auf die Wünsche der Kinder werfen und einen ganz persönlichen Herzenswunsch erfüllen.

 

Unterstützer der neuen Kinderklinik, die bis spätestens 2015 bezogen und auf die Behandlung von bis zu 150 kleinen Patienten ausgerichtet sein soll, ist der „Initiativkreis Ruhr“. Das Land Nordrhein-Westfalen wird den Neubau zu wesentlichen Teilen fördern. Die finanzielle und konzeptionelle Einbindung von Spendern ist ein wichtiger Teil des Konzepts.