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29.10.2012
Aktion Rückenwind in Essen

Moritz Krebs unterstützt die Aktion Rückenwind

Rückenwind für Lungenkrebspatienten und Angehörige

Aktion Rückenwind in Essen - Rückenwind für Lungenkrebspatienten und Angehörige

 

(Essen, 30.10.2012) Die Diagnose Lungenkrebs wirft viele Fragen auf: Warum ich? Wie geht es weiter? Die „Aktion Rückenwind“ möchte Betroffenen und ihren Angehörigen als Mit-Betroffene Antworten und Unterstützung in dieser schwierigen Situation geben.

 

Im Rahmen der Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 15. November 2012, steht im ATLANTIC Congress Hotel, von 17.00 bis 19.00 Uhr, daher neben wichtigen Informationen zum Thema Lungenkrebs der Dialog im Mittelpunkt: In so  genannten „Gesprächsinseln“ beantworten Experten sowie Moritz Krebs, Sohn des an Lungenkrebs verstorbenen Schauspielers Diether Krebs, Fragen und geben hilfreiche Tipps im Umgang mit der Erkrankung. Die Veranstaltung findet in Kooperation der Lilly Deutschland GmbH mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, dem Lungenzentrum am Westdeutschen Tumorzentrum und der Ruhrlandklinik statt. Der Eintritt ist frei; eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Mehr als 46.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungen-krebs. Oft bestimmen Angst, Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit die Gefühlswelt der Betroffenen. Die Herausforderung besteht darin, sich der Erkrankung zu stellen. „Die Diagnose Lungenkrebs ist für viele Patienten und deren Angehörige ein großer Schock. Oft hilft es, sich über die Erkrankung und die Therapie zu informieren“, erklärt Dr. Wilfried Eberhardt, Universitätsklinikum Essen & Abteilung Thorakale Onkologie, Ruhrlandklinik Essen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Betroffenen und Ärzten ist ein wichtiger Bestandteil in der Lungenkrebstherapie. „Die Betroffenen sollten über jeden einzelnen Behandlungsschritt gut aufgeklärt und vor allem in die Therapieentscheidung mit eingebunden werden“, sagt Prof. Dr. Martin Schuler, Universitätsklinikum Essen & Abteilung Thorakale Onkologie, Ruhrlandklinik Essen. Damit fällt der Umgang mit den Begleiterscheinungen bzw. Nebenwirkungen, die während der Therapie auftreten können, leichter. „Es ist wichtig, dass die Patienten sich gut aufgehoben fühlen und darauf vertrauen können, dass in ihrem Lungenzentrum alle Spezialisten optimal zusammenarbeiten und sie die beste Therapie erhalten“, betont Prof. Dr. Georgios Stamatis, Abteilung für Thoraxchirurgie und Thorakale Endoskopie, Ruhrlandklinik Essen.

 

Die Seele leidet mit

 

Für den Umgang mit der Diagnose Lungenkrebs und den dazugehörigen Ängsten gibt es kein Patentrezept – jeder geht individuell mit dieser schwierigen Situation um. Neben medizinischen Aspekten werden daher immer öfter auch psychologische Fragestellungen in der Krebsbehandlung thematisiert. So können Gespräche mit speziell dafür ausgebildeten Psychologen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Den Betroffenen wird das Gefühl genommen, der Erkrankung allein ausgeliefert zu sein. Auch Angehörige und Freunde benötigen seelische Unterstützung. Wie sehr die Diagnose den Familienalltag schlagartig verändern kann, weiß Moritz Krebs, dessen Vater vor knapp elf Jahren an Lungenkrebs verstorben ist. „Mir hat es damals sehr geholfen, dass wir offen über die Erkrankung geredet haben, wie wir die Erkrankung erleben, was wir denken und fühlen – das hat uns noch enger zusammengebracht.“ Gemeinsam mit Barbara Baysal, die selbst an Lungenkrebs erkrankt ist und sich heute für die Gründung von Selbsthilfegruppen engagiert, möchte Moritz Krebs Betroffenen und besonders auch Angehörigen Mut machen, über die Erkrankung zu sprechen und sich damit gegenseitig zu unterstützen.

 

Essen ist führend in der Behandlung von Lungenkrebs

 

Unter der Überschrift „Die besten Ärzte in Ihrer Region“ veröffentlichte das Magazin FOCUS im September 2012 die Top-Mediziner der Bundesländer, ermittelt durch ein unabhängiges Recherche-Institut. Bestätigt wurde vier leitenden Ärzten des Universitätsklinikum Essen und der Ruhrlandklinik, zu den führenden Experten für Lungenkrebs in Nordrhein-Westfalen zu zählen: Neben Prof. Dr. Martin Schuler, Dr. Georgios Stamatis und Dr. Wilfried Eberhard wurde auch Prof. Dr. Lutz Freitag, Chefarzt der Abteilung für interventionelle Pneumologie der Ruhrlandklinik Essen ausgezeichnet. Nur wenn ein Mediziner häufig von seinen Kollegen empfohlen wurde, kam er überhaupt in die nähere Auswahl. Zudem wurden die Anzahl der Fachveröffentlichungen und Patientenerfahrungen berücksichtigt. Insbesondere die Weiterempfehlung durch Kollegen wird durch den FOCUS als aussagekräftig bewertet. Für die Liste wurden über mehrere Monate Mediziner bundesweit nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. In mehrstündigen Interviews gaben Chef- und Oberärzte, niedergelassene Ärzte, Klinikdirektoren sowie Psychologen Auskunft über die ihnen bekannten Spezialisten ihres Fachgebiets. Das gemeinsam vom Universitätsklinikum Essen und der Ruhrlandklinik getragene Lungenkrebszentrum am Westdeutschen Tumorzentrum weist deutschlandweit die höchsten Patientenzahlen auf. 2009 wurde es als eines der ersten Lungenkrebszentren durch die Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert; das Zertifikat wurde in diesem Jahr nach erfolgreicher Begutachtung neu erteilt.

 

„Aktion Rückenwind“ in Essen:

 

Donnerstag, 15. November 2012, 17.00 bis 19.00 Uhr ATLANTIC Congress Hotel, Raum 3 und 4, EG Norbertstraße 2a (Nähe Grugaplatz), 45131 Essen

 

Das Programm im Überblick:

  • Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs
    • Diagnose Lungenkrebs – was nun?
    • Therapie – was passiert wann?
    • Rückenwind für die Seele
    • Leben mit Lungenkrebs
    • Rückenwind durch Selbsthilfe
    • Lungenkrebs – auch Angehörige sind betroffen
    • Gesprächsinseln (Experten, Patienten und Angehörige im Gespräch)
    • Infopark (Regionale Anlaufstellen)

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfe-bei-lungenkrebs.de.

 

Über Lungenkrebs

 

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 32.500 Männer und 14.600 Frauen an Lungenkrebs. Bei keiner anderen Krebserkrankung hat die Rate der Betroffenen in den vergangenen Jahren so stark zugenommen wie beim Lungenkarzinom. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig: Neben dem aktiven und passivem Rauchen können bestimmte Schadstoffe am Arbeitsplatz, eine unausgewogene Ernährung oder Vererbung diese Krebsform begünstigen. Bei Lungenkrebs unterscheiden Mediziner die Gruppe der nicht-kleinzelligen und der kleinzelligen Lungentumoren. Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom macht etwa 80 Prozent der bösartigen (malignen) Lungentumoren aus. Es unterteilt sich in die drei Formen Adenokarzinom, großzelliges Karzinom und Plattenepithelkarzinom. Therapieoptionen bieten Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und in seltenen Fällen so genannte Angiogenese- oder Tyrosinkinase-Hemmer.

 

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Über das Universitätsklinikum Essen

 

Als Krankenhaus der Maximalversorgung ist das Universitätsklinikum Essen heute das Klinikum der Metropole Ruhr. Im vergangenen Jahr wurden 48.679 Patienten in den rund 1.300 Betten stationär und 163.149 Patienten ambulant behandelt – Tendenz weiter steigend. 5.590 Experten der unterschiedlichsten Disziplinen in 26 Kliniken und 20 Instituten sind der Garant für eine exzellente und interdisziplinär angelegte Diagnostik und Therapie auf dem neuestem Stand der Forschung. Der Dreiklang aus Forschen, Lehren und Krankenversorgung bildet die übergreifende Klammer sämtlichen Wirkens am Universitätsklinikum Essen – im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch. Neben den Forschungsgebieten Genetische Medizin, Immunologie und Infektiologie konzentriert sich das Universitätsklinikum Essen seit Jahren erfolgreich auf die drei Schwerpunkte Onkologie, Herz-Kreislauf und Transplantation. Mit dem Westdeutsche Tumorzentrum Essen, Deutschlands größtem Tumorzentrum, dem Westdeutschen Herzzentrum Essen, in dem jährlich mehr als 2.000 Operationen durchgeführt werden, und dem international führenden Zentrum für Transplantation, in welchem mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe transplantiert werden, verfügt das Universitätsklinikum Essen über eine herausragende Aufstellung. 

 

Über Lilly

 

Eli Lilly and Company ist eines der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen und setzt auf Forschung und Innovation. Die Kernbereiche des Unternehmens sind Endokrinologie, Onkologie, Psychiatrie/Neurologie, Urologie, Kardiologie und Intensivmedizin. In eigenen Forschungszentren und in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsorganisationen entwickelt Lilly neue Behandlungsansätze und Technologien, die dazu beitragen, die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Dank intensiver wissenschaftlicher Forschung gehören die meisten Lilly-Medikamente zu den führenden ihrer Klasse. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Indianapolis, USA, beschäftigt rund 40.000 Mitarbeiter in 143 Ländern weltweit. In Deutschland ist Lilly seit 1960 vertreten und beschäftigt heute etwa 1.000 Mitarbeiter. Lilly gibt Antworten – in Form von Arzneimitteln, Informationen und Aufklärung – auf einige der dringlichsten Fragen in der Medizin.

 

Über die Ruhrlandklinik

 

Die Ruhrlandklinik, 1902 als eine Volksheilstätte für Tuberkulosekranke für die Kreise Essen, Mülheim, Oberhausen, Ruhrort und Duisburg gegründet, hat wie auch andere Lungenkliniken in Deutschland einen Wandel im Spektrum der Lungenkrankheiten gemacht und eine Vorreiterrolle bei der Diagnose und Therapie dieser Erkrankungen überregional übernommen. Die langjährige, enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Essen hat dazu geführt, dass im Jahre 2008 ihre Trägerschaft, von der Deutschen Rentenversicherung zu der Universitätsklinikum Essen gewechselt hat, und die Abteilungen für Pneumologie und Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie somit universitär wurden. Damit konnte neben der Versorgung der Patienten optimale Bedingungen für die Lehre und Forschung geschaffen werden.

 

Hinweis an die Redaktionen:

 

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