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31.03.2011
Genetische Variante entscheidet über Sterblichkeit bei Sepsis

Weltweit versterben hunderttausende an Sepsis („Blutvergiftung“). Wie Privatdozent Adamzik et al. aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin nun in einer weltweit beachteten Arbeit im Journal ANESTHESIOLOGY zeigen konnten, hängt das Überleben auch erheblich von genetischen Faktoren ab. Im Rahmen eines zweijährigen Forschungsstipendiums der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen im Institut der Pharmakogenetik (Prof. Siffert) hatte Privatdozent Dr. Adamzik in der regulatorischen Region (Promotorregion) des Aquaporin 5-Gens zunächst eine genetische Variante entdeckt, welche die Aktivität des Gens differentiell reguliert. Nun untersuchte er den Einfluss des Genotyps auf das Sterberisiko bei Sepsis.

Trägt ein Patient in seinem Erbgut eine besonders aktive Variante des Aquaporin 5-Gen Promotors, welches u.a. für den Wasserhaushalt von Zellen unverzichtbar ist, so hat er ein stark (3.6-fach) erhöhtes Sterberisiko. „Dieser Befund könnte ein wichtiger Ansatz für das Verständnis der Sepsis und Entwicklung dringend benötigter neuer Therapien sein“, so Prof. Dr. Jürgen Peters, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

 

Nähere Informationen:  PD Dr. Michael Adamzik, Universitätsklinikum Essen, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Tel: 0201/ 723-84419