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20.11.2012
Hohe Auszeichnung

Preisträgerin des Oskar-Medizin-Preises ist Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch, Inhaberin einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Professur für Experimentelle Psychobiologie am Universitätsklinikum Essen

Oskar Medizin-Preis 2012 wird an zwei Wissenschaftler verliehen


(Berlin / Essen / München, 20.11.2012) Die Stiftung Oskar-Helene-Heim, deren Zweck die Förderung der Wissenschaft und Forschung ist,  verleiht jährlich den Oskar Medizin-Preis, der mit einem Preisgeld von 50.000 € einer der höchst dotierten Medizinpreise in Deutschland ist. Schirmherrin ist Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Annette Schavan. 

Der dritte Oskar-Medizin-Preis wird in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler verliehen: Preisträgerin ist Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch, Inhaberin einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Professur für Experimentelle Psychobiologie am Universitätsklinikum Essen. Ebenfalls als Preiseträger ausgezeichnet wird Prof. Dr. Michael Schemann , Technische Universität München. Die beiden hochrangigen Wissenschaftler werden für ihre wegweisenden Forschungen über den  Einfluss des Nervensystems auf Erkrankungen im Magen-Darmbereich ausgezeichnet.

Mehrere Millionen Menschen sind  in Deutschland von einem Reizdarmsyndrom betroffen. Dies hat die Stiftung Oskar-Helene-Heim zum Anlass genommen, den Oskar Medizin-Preis 2012  für herausragende wissenschaftliche Leistungen zu diesem Thema  zu verleihen. Das enterische Nervensystem („Bauchhirn“) mit einem Netz aus mehr als 100 Millionen Nervenzellen im gesamten Bereich von der Speisenröhre bis zum Enddarm steuert Verdauungsvorgänge und produziert Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Dopamin sowie körpereigene Opiate. Die Behandlung von Magen-Darmerkrankungen, die durch das zentrale und enterische Nervensystem verursacht bzw. beeinflusst sind, stellen eine ständig wiederkehrende Herausforderung dar. 

„Die Verleihung erfolgt an zwei Preisträger, deren Forschungen hochrangig international publiziert wurden und die mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden wegweisende Erkenntnisse über Funktionen und Erkrankungen im Magen-Darmbereich erbracht haben. Mit dem Preisgeld wird ein Anschub für weitere Forschungen ermöglicht werden. Die vorgelegten Arbeiten zeigen Wege  für eine bessere Diagnostik und Therapie derartiger Erkrankungen auf“  begründen Prof. Gebriele Moser aus Wien und Prof. Thomas Frieling aus Krefeld - Mitglieder der diesjährigen Jury - die Entscheidung. 

Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch analysiert am Universitätsklinikum Essen mit Hilfe bildgebender Verfahren (funktioneller Magnetresonanztomographie) den Zusammenhang zwischen Emotionen, Kognitionen und der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem. Die Forschungen sind auf die Auswirkungen bei Reizdarmpatienten und bei Gesunden ausgerichtet.

Mitglieder der Jury für den Oskar Medizin-Preis 2012: 

Prof. Dr. Gabriele Moser, Universitätsklinik Innere Medizin IV  Wien
Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher, Klinikum Garmisch-Partenkirchen
Prof. Dr. Peter Bauerfeind, Universitätsspital Zürich
Prof. Dr. Thomas Frieling, HELIOS Klinikum Krefeld
Prof. Dr. Stefan Müller-Lissner, Parkklinik Weißensee Berlin

Die Verleihung des Oskar Medizinpreises wird im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums in Berlin erfolgen. 

Zweck der Stiftung Oskar-Helene-Heim ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung in der Medizin, insbesondere der Orthopädie, der Lungenheilkunde, Gastroenterologie und Viszeralchirurgie sowie der Orthopädietechnik. Zu diesem Zweck unterstützt die Stiftung Forschungsprojekte oder sonstige gemeinnützige gesundheitsfördernde Vorhaben, verleiht Stipendien und vergibt jährlich den Oskar Medizinpreis und die Helene-Medaille. Die Stiftung ist darüber hinaus Teilhaber am HELIOS Klinikum Emil von Behring im Berliner Südwesten. Seit 2004 besteht mit der HELIOS Kliniken GmbH durch die Eingliederung der damaligen Zentralklinik Emil von Behring eine strategische Partnerschaft. 

Gegründet wurde die Stiftung 1966. Bis zum Jahr 2000 war sie Träger des renommierten orthopädischen Krankenhauses Oskar- Helene-Heim, von 2001 bis 2004 der Zentralklinik Emil von Behring. Die Wurzeln der Stiftung reichen zurück ins Jahr 1905, als der Industrielle Oskar Pintsch gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene einen Verein gründete, dessen Ziel die Heilung, Ausbildung und Überwachung junger Menschen mit gesundheitlichem Handicap war. 

Gerne stellen wir Ihnen ein druckfähiges Bild von Frau Professor Elsenbruch zur Verfügung.

Pressekontakt:

Stiftung Oskar-Helene Heim
Werner Ukas
Geschäftsführer
Telefon: 030 8102-11 00
Mobil:  0171 5538325
info@stiftung-ooh.deinfo@stiftung-ooh.de