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16.11.2012
Hohe Auszeichnung

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeichnet Prof. Dr. Gerd Heusch mit dem Bundesverdienstkreuz aus (Q: Staatskanzlei NRW)

Prof. Dr. Gerd Heusch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet


(Essen, 16.11.2012) Prof. Dr. Gerd Heusch wurde gestern durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet. Prof Dr. Gerd Heusch ist seit über 20 Jahren Professor am Universitätsklinikum Essen und Direktor am Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen. Gerd Heusch gehört international zu den herausragenden Herzspezialisten. Die Herz-Kreislauf-Medizin bildet einen von drei klinischen und Forschungs-Schwerpunkten am Universitätsklinikum Essen.


Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an 15 Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen überreicht. In einer Feierstunde in Düsseldorf lobte die Ministerpräsidentin ihre herausragenden Verdienste für die Gemeinschaft. „Sie leben anderen Menschen vor, dass es verbindliche Werte und Ziele gibt, die das Fundament für ein gutes Miteinander bilden.“ Damit meine sie Werte wie Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Hilfsbereitschaft oder Zivilcourage. Diese Werte könne man nur verbreiten, indem man sie vorlebe. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: "Heute schlägt unser Herz für Gerd Heusch, denn ohne ihn würde vielleicht so manches Herz heute nicht mehr schlagen. Gerd Heusch gehört zu den besten Herzspezialisten Deutschlands. Seit über 20 Jahren ist er Professor am Universitätsklinikum Essen und Direktor des Instituts für Pathophysiologie. Seine Grundlagenforschung trug wesentlich zum größeren Verständnis von Herzerkrankungen bei und zur besseren Behandlung des akuten Herzinfarktes.

 

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „Gerd Heusch engagiert sich für den medizinischen Fortschritt auch im Fachkollegium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in Kommissionen und als Präsident der „Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.“ (DGK). Zu seinen Leistungen als DGK-Präsident gehört, dass er das Deutsche Herz-Kreislaufzentrum auf den Weg gebracht hat. Gerd Heusch erkannte schon vor Jahren, wie wichtig es ist, die Früherkennung von Herzinfarkten zu verbessern. Deshalb hat er als Präsident der DGK eine Expertenkommission für so genannte „Chest pain units“ ins Leben gerufen. Das sind Spezialambulanzen zur Überwachung von Menschen mit „unklarem Brustschmerz“. Inzwischen gibt es deutschlandweit über 150 solcher CPUs. Auf dieser Grundlage können die Ärzte unklare Brustschmerzen zunehmend präziser einschätzen. Gerd Heusch vergisst über allem auch nicht die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: So optimierte er die Stipendien bei der DGK, um jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bessere Anreize zu bieten, in Deutschland zu forschen und nicht abzuwandern. Das Wirken von Gerd Heusch, der mehr als 400 Arbeiten zum Thema Herzinfarkt veröffentlicht hat, wurde national und international vielfach gewürdigt. Zuletzt wurde er im Mai 2012 in die Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen gewählt. Trotz mehrfacher Rufe auf renommierte Lehrstühle in den USA ist Gerd Heusch seinem Lehrstuhl am Universitätsklinikum Essen, dem Land Nordrhein-Westfalen und damit der Bundesrepublik Deutschland bis heute treu geblieben. Chapeau, lieber Professor Heusch, und das Verdienstkreuz am Bande für so viel Einsatz und Standfestigkeit."


Die Schwerpunkte des von Prof. Dr. Gerd Heusch geleiteten Instituts für Pathophysiologie am Universitätsklinikum Essen liegen auf experimentellen und klinisch-physiologischen Arbeiten zur Atherosklerose, dem Herzinfarkt und der Herzinsuffizienz. Im Bereich der Forschung liegt das Hauptaugenmerk auf der Atherosklerose, der Regulation der Koronardurchblutung, der ischämischen Prä- und Postkonditionierung, der koronaren Mikroembolisation und der Herzinsuffizienz.