Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
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ForschungB250pxDas Institut für Medizinische Psychologie wurde 1978 gegründet und gehört zu den vorklinischen Abteilungen des Universitätsklinikums Essen. Seit Oktober 1997 steht es unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Schedlowski. Im Jahr 2007 wurde das Institut umbenannt und heißt seitdem Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie.

Zu den Aufgaben des Institutes gehört die Lehre in den vorklinischen Semestern in Medizinischer Psychologie und Medizinischer Soziologie. Die Forschungsschwerpunkte des Institutes liegen in den Bereichen der Psychoneuroimmunologie, Psychoneuroendokrinologie, der Schmerzforschung sowie der Neurobiologie und klinischen Relevanz der Placeboantwort.

Schwerpunkte unserer Forschung

Unterschiedliche Erklärungsansätze zu Entstehung und Verlauf von Erkrankungen weisen schon lange auf Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper hin. Insbesondere neuere Erkenntnisse aus den Verhaltens- und Neurowissenschaften sowie der Immunologie dokumentieren eindrücklich, dass psychische und körperliche Prozesse miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Die Arbeitsgruppen unseres Institutes analysieren in unterschiedlichen tierexperimentellen Forschungsansätzen und in Untersuchungen an gesunden Menschen und PatientInnen diese Kommunikation zwischen psychischen Prozessen, dem Gehirn und körperlichen Funktionen. Dazu untersuchen wir zum einen, wie Funktionen des peripheren Immunsystems neuropsychologische Prozesse wie Lern- und Gedächtnisfunktionen sowie emotionale Prozesse beeinflussen und wie umgekehrt, über assoziative Lernprozesse, immunologische Funktionen im Rahmen einer Placeboantwort gesteuert werden können. Zum anderen untersuchen wir die psychische und neuronale Verarbeitung von Schmerzreizen und analysieren, wie die Schmerzverarbeitung sich durch Lernprozesse beeinflussen lässt. Darüber hinaus konzentrieren sich unsere Forschungsaktivitäten auf die funktionalen Zusammenhänge zwischen neuronalen Prozessen und peripheren Immunfunktionen. Hier analysieren wir die Auswirkungen von Stressexposition und psychosozialen Belastungen auf die Immunabwehr.

Unser übergeordnetes Ziel ist es, aufbauend auf den grundlagenwissenschaftlichen Erkenntnissen dieser Forschungsansätze neue Behandlungsoptionen für PatientInnen zu entwickeln bzw. durch den gezielten Einsatz von Verhaltensprotokollen bestehende pharmakologische und nicht-pharmakologische Behandlungsansätze weiter zu optimieren.