Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
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Stress entsteht im Kopf

Unsere persönlichen Motive, Einstellungen, Bewertungen und Gedanken wirken als sog. „kognitive Filter“ und vermitteln zwischen den Anforderungssituationen und den Stressreaktionen auf psychischer und körperlicher Ebene. Die Funktionstüchtigkeit dieser „kognitiven Filter“ bestimmt nachhaltig mit, ob sich Stressbelastungen auf die Dauer negativ auf Psyche und Körper auswirken. Im Rahmen des Trainingprogramms werden diese individuellen "kognitiven Filter" überprüft und auf- und weiter ausgebaut.

Grundsätzlich bestehen mehrere Möglichkeiten, sich mit psychologischen Werkzeugen ein Schutzschild gegen die negativen Auswirkungen von Stress zu erarbeiten:

  • Auf der gedanklichen, kognitiven Ebene durch die Analyse und Veränderung von stressverstärkenden Gedanken (kognitive Filter).
  • Auf der Situationsebene durch das Erkennen von stressauslösenden Situationen die im Sinne eines Problemlösetrainings mit dem Ziel einer Belastungsreduktion verändert werden.
  • Durch das Erlernen und den Einsatz von regenerativen, stressinkompatiblen Aktivitäten, die als Ausgleich für Stressbelastungen vermehrt eingesetzt werden.

Im optimalen Fall können alle diese psychologischen Werkzeuge zur Behandlung von Burn-Out sowie depressiven Reaktionen als auch zum Abbau von Stressbelastungen und zur Stressvorbeugung eingesetzt werden. Die wissenschaftliche Überprüfung der Effektivität dieser Werkzeuge hat belegt: Die Wirkung und Nachhaltigkeit ist dann besonders hoch, wenn die Betroffenen die psychobiologischen Grundlagen der Stresswahrnehmung und Stressverarbeitung grundlegend verstanden haben.