Deformitäten und Fehlstellungen


An der orthopädisch-unfallchirurgischen Universitätsklinik Essen werden sämtliche Deformitäten, Achsfehlstellungen sowie Längendifferenzen der oberen und unteren Extremitäten behandelt.

 

Hierzu gehören unter anderem:

-      Angeborene oder erworbene Bein- und Armlängendifferenzen

-      Minder- und kleinwüchsige Patienten

-      Achsabweichungen wie zum Beispiel O- oder X-Bein

-      Knochen- und Gelenkfehlstellungen als Folge von Verletzungen, Infektionen sowie

       tumorbedingte Fehlstellungen

 

Zur Behandlung stehen uns modernste Operationsverfahren und Implantate zur Verfügung. Eine Achskorrektur oder Extremitätenverlängerung ist sowohl mit einem Fixateur externe, mit winkelstabilen Platten (siehe Info-Spalte) oder aber mit einem intramedullärem Kraftträger möglich. Im Wachstums- und Entwicklungsalter wird das Längenwachstum unserer jungen Patienten hierbei gezielt gelenkt und damit die Invasivität der Operation auf ein Minimum beschränkt. Typische Beispiele hierfür ist die temporäre Epiphyseodese mit modernen Implantaten (z. B. eight plate) oder die Verwendung von Verlängerungsmarknägeln.

Die Therapie mit einem äußeren Fixationssystem (siehe Info-Spalte) kann entweder manuell als auch über eine computer-basierte Software gesteuert werden und ermöglicht hierdurch einen größtmöglichen Komfort und eine maximale Sicherheit für unsere Patienten.

Insbesondere der Taylor Spatial Frame (TSF) als Hexapod-Fixateur und Weiterentwicklung des Ilizarov-Ringfixateurs erlaubt auch bei komplexen, dreidimensionalen Fehlstellungen eine genaue Korrektur und kontinuierliche Kontrolle bis zum Abschluss der Behandlung ohne weitere operative Intervention. Demgegenüber schonen speziell konzipierte Verlängerungsmarknägel (siehe Info-Spalte) während der Korrektur die umgebenden Weichteile und tragen hierdurch zu einem guten kosmetischen Resultat bei.

 

Das bestmögliche Verfahren wird unseren Patienten erst nach gründlicher Untersuchung, Befunderhebung sowie nach ausführlicher und individueller Beratung empfohlen.

 

Im Rahmen der Achskorrektur oder Verlängerung finden zudem engmaschige klinische Kontrollen in der eigens eingerichteten Sprechstunde für Deformitäten und Fehlstellungen statt. In Kooperation mit niedergelassenen Ärzten wird hierdurch eine enge Patientenanbindung und damit ein hohes Maß an hochqualitativer medizinischer Versorgung gewährleistet. Darüber hinaus steht unseren Patienten für dringliche Fragen 24 Stunden pro Tag ein Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Diesen Service bieten wir insbesondere auch bei aufwendigen Knochenrekonstruktionsverfahren nach Tumoren, Infektionen oder auch als Verletzungsfolge an.

 

 

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dr. med. M. Jäger

OA Dr. med. T. Tassemeier