Neu in der Orthopädie und Unfallchirurgie: Back in Action


Die Klinik für Orthopädie und Unfallfallchirurgie bietet als erste Klinik im Ruhrgebiet einen objektiven Sporttauglichkeitstest nach Knieoperationen an

 

Back in Action ist ein sportmotorischer Leistungstest zur Beurteilung der Sporttauglichkeit nach Knieoperationen, insbesondere Ersatzoperationen des vorderen Kreuzbandes.

Der Test ist aber auch geeignet zur Beurteilung der Eignung für kniegelenks­belastende Aktivitäten in Sport, Beruf und Freizeit.

 

Sind Sie als Patient nach einer Knieverletzung oder Knieoperation, als Trainer, Physiotherapeut oder ärztlicher Kollege unsicher, ob eine bereits ausreichende Belastbarkeit des Kniegelenkes, wird Sie das Folgende interessieren:

Mit dem Erwerb der Testbatterie „Back in Action“ zählt die Orthopädische Universitätsklinik im Evangelischen Krankenhaus Essen-Werden zu den ersten Kliniken in Nordrhein-Westfalen, die den Test anbieten.

In sieben Aktivitätstests werden Stabilität, Sprungkraft, Koordination und Schnelligkeit überprüft und mit einem Vergleichskollektiv altersentsprechender Probanden gleichen Geschlechts verglichen. Die Vergleichsdatenbank umfasst mittlerweile die Daten von mehreren Tausend getesteter Probanden.

Die Ergebnisse werden mit „sehr schwach“ bis „sehr gut“ bewertet.

 

Der Getestete erhält die Ergebnisse übersichtlich dargestellt. Es wird aufgezeigt, wo Defizite vorhanden sind und wo er sich noch verbessern kann.

Somit ist der Stand der Rehabilitation leichter zu beurteilen und der Zeitpunkt für die Rückkehr zur Aktivität in Beruf und Sport nach einem Kreuzbandriss oder einer Knieoperation präziser festzulegen. Der Patient kann besser beraten werden. Die Tests sind eine Hilfe für die Entscheidung, den Zeitpunkt für die nächste Stufe der Aktivität festzulegen.

Sie helfen den Patienten, sich bei der subjektiven Einschätzung seiner Leistungsfähigkeit nicht zu überschätzen und das Risiko für eine erneute Knieverletzung zu reduzieren.

Der Test wurde ursprünglich entwickelt, um objektivierbare Messergebnisse zu finden, die den Stand der Rehabilitation nach Kreuzbandersatzoperationen am Kniegelenk darstellen.

 

Vordere Kreuzbandrisse am Kniegelenk stellen für jeden Sportler eine schwere Verletzung dar, die in der Regel ohne operative Therapie eine Fortsetzung des Sports auf gleichem Niveau ausschließt, insbesondere in Sportarten mit vielen Sprüngen und Landungen sowie schnellen Abstoppbewegungen und Richtungswechseln, wie zum Beispiel Fußball und Handball.

Strebt der Sportler die Rückkehr zu seinem Sport, insbesondere Wettkampfsport an, erwartet ihn nach der Operation eine lange Rehabilitationszeit von mehreren Monaten.

Der Sportler stellt regelmäßig die Fragen an seinen Behandler, wann er den Grad der Aktivität erhöhen kann, wann er sich wieder sportlich betätigen kann, wann er in seiner Ausgangssportart wieder trainieren kann und wann erste Wettkämpfe durchgeführt werden können.

 

Bei dem Fehlen von objektiven Kriterien, wann die Rückkehr zum Sport möglich ist, orientierten sich die Behandler bisher am Zeitverlauf der Rehabilitation, der Beweglichkeit des Kniegelenkes, der Durchführung klinischer Stabilitätstests und der Messung des Muskelumfangs der Beine. Vielfach waren es ein „Bauchgefühl“ und die persönliche Erfahrung des Behandlers, die dem Sportler die Rückkehr zu seinem Sport und Wettkampfsport erlaubten.

Dass es trotz optimaler Operation zu Rissen des Kreuzbandtransplantats von 10 % innerhalb des ersten Jahres und bis zu 20% innerhalb der ersten 3 Jahre nach der Operation kommt, ist für den Sportler und seinen Behandler unbefriedigend.

 

Da die Rehabilitation nach Kreuzbandersatzoperationen weit länger dauert, als noch vor wenigen Jahren angenommen wurde, bestreiten mittlerweile in der Fußballbundesliga die am Kreuzband operierten Spieler ihr erstes Spiel in der Regel frühestens nach 9 Monaten.

 

Die Termine für die Durchführung des "Back in Action" - Tests werden in der Sprechstunde von Dr. med. Th. Albrecht in der Orthopädischen Universitätsklinik im Evangelischen Krankenhaus Essen-Werden koordiniert. Sprechstundentermine sind unter T. 0201 - 4089 47201 zu erhalten.

 

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dr. M. Jäger

OA Dr. med. Th. Albrecht

OA Prof. Dr. S. Landgraeber

FA Dr. med. C. Mayer