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Hepatitis-C-Forschung

Projekt: M. Trippler, S. Bein, G. Gerken, J. Schlaak

Charakterisierung der Genexpression im Rahmen einer Therapie mit Interferon-alpha bei Patienten mit chronischer Hepatitis C zur Identifizierung von Prognosefaktoren des Therapieansprechens

Patienten mit chronischer Hepatitis C werden standardmäßig mit Interferon-alpha (IFN-) behandelt. Die Ansprechraten aktueller Kombinationstherapien liegen je nach HCV-Genotyp zwischen 50 % (Genotyp 1) und 90 % (Genotyp 2). Die Ursachen hierfür sowie die genauen Wirkmechanismen von IFN- sind bisher weitgehend unbekannt.
In verschiedenen Studien an unserer Klinik werden therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis C mit unterschiedlichen Formen von Interferon-alpha (pegyliertes IFN--2a und IFN--2b, Consensus-IFN) in Kombination mit Ribavirin über 24-48 Wochen therapiert. Im Rahmen dieses Projektes wird diesen Patienten 12 Stunden vor und 12 Stunden nach der ersten IFN-Injektion sowie 3 Monate danach jeweils 10 ml Blut in besonderen Entnahmeröhrchen zur RNA-Konservierung entnommen. Nach einer Aufreinigung wird die Gesamtheit der in den jeweiligen Patienten vorhandenen RNAs, das sogenannte Transkriptom, in Kooperation mit dem hiesigen BioChip-Labor (Institut für Zellbiologie, Uniklinik Essen) mit Hilfe von DNA-Mikroarrays (Affymetrix) analysiert. Dabei wird zu jedem Zeitpunkt von jedem Patienten die Expression von mehr als 18.000 Genen quantitativ erfasst. In statistischen Analysen werden die Chip-Daten korreliert mit verschiedenen klinischen Parametern wie z.B. Viruslast, HCV-Genotyp, antivirale Therapieantwort (initial, lang anhaltend), Konzentrationen der Serum-Transaminasen. Nach der Identifizierung von Kandidatengenen, die bezüglich einzelner klinischer Parameter differentiell durch IFN- reguliert sind, werden diese mittels quantitativer RT-PCR überprüft. Durch diese Methode lassen sich die RNA-Transkripte einzelner Gene im Bereich von 50 bis 50 Millionen Molekülen genau quantifizieren.
Ziele des Projekts sind die Identifizierung von Virus- und Wirtsfaktoren, die eine antivirale Therapieantwort beeinflussen. Auf Virusseite werden vor allem die Einflüsse von Virusmenge und Virusgenotyp auf die transkriptionelle IFN-Antwort untersucht; auf Wirtsseite werden Gene gesucht, deren Expressionsmuster bei Patienten bereits zu Therapiebeginn eine Vorhersage der initialen oder lang anhaltenden antiviralen Therapieantwort ermöglicht.



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