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Erkrankungen der Leber und der Galle

Die Früherkennung von Hepatitiden (Leberentzündungen) und anderen Lebererkrankungen stellt gelegentlich eine besondere klinische Herausforderung dar. Dies ist zum einen durch oft uncharakteristische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionen und Juckreiz bedingt, zum anderen fehlen oft klassische Befunde wie Leberhautzeichen, Bauchwasser, Milzvergrößerung oder Gelbsucht. Eine sorgfältige Diagnostik der chronischen Lebererkrankungen ist wichtig, da mittlerweile einige Behandlungsmöglichkeiten bestehen. So profitieren die Virushepatitiden von der Stimulation des Immunsystems mit Interferon, während die autoimmunen Lebererkrankungen besonders auf die Unterdrückung des Immunsystems ansprechen. Eine diagnostische Fehlinterpretation kann hingegen fatale Folgen haben.

 

Charakteristisch für Lebererkrankungen ist, dass auffällige Symptome, die den Patienten frühzeitig  warnen und ihn veranlassen würden rechtzeitig den Arzt aufzusuchen, oft fehlen. Ständige Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, chronischer Juckreiz oder häufiges Nasenbluten werden oft als "Alltagsbeschwerden" eingestuft und daher nicht sehr ernst genommen. Sie können aber durchaus Anzeichen einer Lebererkrankung sein.

 

Diese Zeichen sollten erkannt und beachtet werden. Nicht jedes Symptom muss eine ernsthafte Ursache haben, aber die Ursache muss abgeklärt werden - je früher dies geschieht, desto besser, denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind die Voraussetzung für eine Heilung oder zumindest Besserung der Erkrankung.



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