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Die Studie

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Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 60.000 Bypassoperationen durchgeführt. Bei 6-8% der operierten Patienten liegt eine erhebliche Carotisstenose vor, die das Schlaganfall-Risiko während und nach der Bypass-OP erhöht. Die Behandlung dieser Patienten (in Deutschland geschätzte 4.000-5.000 pro Jahr) wird unterschiedlich gehandhabt. Eine zeitlich versetzte oder synchrone Carotis-Endarterektomie (CEA) wird von vielen Herzthoraxchirurgen befürwortet, um das mit der OP verbundene hohe Schlaganfallrisisko zu vermindern. Allerdings hat noch keine randomisierte Studie beurteilt, ob ein kombinierter oder zeitlich versetzter Eingriff irgendeinen Gesamtnutzen erbringt im Vergleich mit der alleinigen Bypass-OP. Während das Risiko der kombinierten Bypass-OP mit CEA um die Operation herum erhöht bleibt, scheint bei alleiniger Bypass-OP das Risiko um die Operation herum erheblich niedriger zu sein. Nichtsdestotrotz gibt es für Patienten mit kombinierter Herzkranzgefäß- und Carotiskrankheit, die allein eine Bypass-OP erhalten, nur unzureichend Daten aus Studien.

Die Debatte hält an, welche die optimale Strategie ist in Hinblick auf Komplikationen und Langzeitergebnisse nach Bypass-OP. Solange Studien mit Vergleichsgruppen fehlen, gibt es keine systematische Evidenz, dass zeitlich versetzte oder gleichzeitige Kombinationseingriffe irgendwelche Vorteile gegebenüber alleiniger Bypass-OP erbringen. Umgekehrt bleibt es fraglich, ob das beobachtete Risiko des gleichzeitigen Verfahrens gerechtfertigt ist für symptomlose Patienten mit hochgradiger Carotisstenose. Die Evidenz für alleinige Bypass-OP, die am wenigsten invasive und günstigste Strategie, beschränkt sich auf Eigenauskünfte zu meist retrospektiven Fallserien ohne Vergleichsgruppe. Unsere randomisierte Studie wird diese offene Frage endgültig klären und als Basis dienen für einen bewährten Standard. Sie wird außerdem die Entwicklung und Beurteilung von verbesserten Operationstechniken oder –strategien ermöglichen und so weitreichende Wirkung auf die Handhabung dieser Krankheit haben. Jeder einzelne Patient in der Studie profitiert von der Behandlung durch zertifizierte Experten sowie der Überwachung der medikamentösen Behandlung und der Risikofaktoren durch Neurologen.